Demografische Entwicklung und kommunaler Planungsbedarf

Sinkende Geburtenzahlen und die Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung bei allgemeinem Bevölkerungsrückgang beschreiben die Eckpunkte des demografischen Wandels. Hintergrund sind das Aufrücken geburtenstarker Jahrgänge ins Rentenalter, die steigende Lebenserwartung und der Rückgang der Fertilität.

Die demografische Entwicklung in der Stadt Göppingen entspricht in weiten Teilen der des Landkreises und des gesamten Landes Baden-Württemberg. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts hat für Baden-Württemberg in demografischer Hinsicht ein historisch neuer Zeitabschnitt begonnen. Erstmals seit Bestehen des Landes lebten hier zum Jahresende 2000 mehr ältere als jüngere Menschen. Parallel zu dieser Entwicklung verändern sich auch die Sozialstrukturen: Traditionelle familiäre Bindungen lösen sich tendenziell weiter auf. Weitere Merkmale sind eine Individualisierung der Gesellschaft und eine Pluralisierung der Lebensformen. Andererseits sind viele ältere Menschen heute so gesund, kompetent und engagiert wie nie zuvor. Diese Potenziale gilt es auch im Sinne einer verstärkten Partizipation beispielsweise an Planungsprozessen zu aktivieren und zu nutzen.

Sozialplanung für Senioren bezieht sich auf die Lebensbedingungen und Lebenschancen der älter werdenden und älteren Menschen im Zusammenhang gesellschaftlicher Veränderungen. Die kommunale Seniorenpolitik muss in diesem Kontext Maßnahmen entwickeln, die sich spezifisch an die ältere Bevölkerung richten. Diese grundlegenden Veränderungen stellen auch die Kommunen vor große Herausforderungen. Die Neuausrichtung der kommunalen Seniorenpolitik stellt gleichzeitig eine Entwicklungschance für die ganze Stadt dar.

Instrument Sozialplanung

Ziel ist eine demographiesensible Kommunalpolitik und dadurch eine langfristige Sicherung der Lebensqualität in Kommunen. Eine demographiesensible Kommunalpolitik sollte dabei kleinräumig orientiert sein und sich an den jeweiligen Problemstellungen der Menschen in den Kommunen ausrichten. Sozialplanung für Senioren schafft mehr seniorenpolitische Transparenz, indem sie Problemstellungen deutlich macht und sensibilisiert. Sie soll Ziele formulieren und Strategien und Konzepte entwickeln sowie vorhandene Ressourcen einbinden.

"Gut Wohnen und Leben im Alter - Perspektiven für Göppingen"

Der Gemeinderat hat am 26. September 2013 zustimmend Kenntnis vom Abschlussbericht der städtischen Sozialplanung für Seniorinnen und Senioren genommen („Gut Wohnen und Leben im Alter – Perspektiven für Göppingen“).
Um diese Planungen zu diskutieren, zu konkretisieren und fortzuentwickeln, wird ein noch zu konstituierendes Sozialforum einberufen. Es sollen weitere Handlungsbedarfe aufgezeigt, mögliche Maßnahmen definiert und Kooperationsprojekte entwickelt werden. Teilnehmer werden die Träger der Altenhilfe in Göppingen, der Stadtseniorenrat und weitere Experten und Einrichtungen sein.

Hier (11,6 MB) finden Sie den Bericht der städtischen Sozialplanung für Seniorinnen und Senioren.

  

Ansprechpartnerin

Christina Horn
Fon 07161 650-355
Fax 07161 650-98355
CHorn@goeppingen.de

Anschrift

Kirchstraße 11, 2. OG
73033 Göppingen