|
2./3. Jh. n. Chr.
|
Archäologischer Hinweis auf einen römischen Gutshof im Bereich der Oberhofenkirche
|
|
Um 650 n. Chr.
|
Ältester Kirchenbau auf dem Platz der Oberhofenkirche (Nachfolgekirchenbauten werden ins 8./9. Jh. und ins 9./10. Jh. datiert)
|
|
875
|
Urkundliche Ersterwähnung des heutigen Göppinger Stadtbezirks Faurndau
|
|
Um 1070
|
Bau oder möglicherweise Ausbau der Burg auf dem Hohenstaufen unter dem 1079 in den Rang eines Herzogs von Schwaben erhobenen Grafen Friedrich, dessen Familie fortan als "Staufer" bezeichnet wird.
|
|
1110
|
Erste schriftliche Nennung Göppingens und des heutigen Stadtbezirks Bezgenriets. In der von dem Mönch Christian Tubingius im frühen 16. Jh. abgefassten Chronik des Klosters Blaubeuren wird erwähnt, dass Konrad von Württemberg 1110 Güter in "Goppingen" und "Pathicenriedt" dem Kloster überlassen hat.
|
|
1143
|
Die heutigen Göppinger Stadtbezirke Holzheim und Maitis sind in der Stiftungsurkunde des Klosters Langenau-Anhausen erstmals schriftlich belegt.
|
|
1154
|
Kaiser Friedrich Barbarossa urkundet "apud Geppingen"
|
|
1181
|
Ausstellung eines Schutzbriefs für das Prämonstratenserstift Adelberg auf der Burg Hohenstaufen durch Stauferkaiser Friedrich Barbarossa.
|
|
1206
|
Erste urkundlicher Beleg für den Göppinger Stadtteil Jebenhausen in einer Urkunde des Prämonstratenserstifts Adelberg. Der kaiserliche Vogt Friedrich von Staufen wird erwähnt.
|
|
1260
|
Erstmalige schriftliche Nennung des Göppinger Stadtteils Bartenbach in einer von Walter II. Schenk von Limpurg ausgestellten Urkunde.
|
|
1268
|
Mit der Enthauptung Konradins in Neapel erlischt das staufische Kaisergeschlecht.
|
|
1273/74
|
Graf Ulrich II. von Württemberg bemächtigt sich Göppingens.
|
|
1347
|
Der Göppinger Zoll kommt vom Reich an Württemberg.
|
|
1396
|
Württembergische Münzstätte in Göppingen.
|
|
1397
|
Erwähnung eines lateinischen Schulmeisters.
|
|
1397-1408
|
Der württembergische Leibarzt Meister Nikolaus vom Schwerdt praktiziert in Göppingen.
|
|
1404
|
Ältestes bekanntes Dokument über den Göppinger Sauerbrunnen: Der Ritter Sefrid von Zillenhart bekommt den "Swalbrunnen" von Graf Eberhard III., dem Milden, zu Lehen
|
|
1417
|
Graf Eberhard III von Württemberg, "der Milde" stirbt bei einer Badekur im Göppinger Sauerbrunnenbad.
|
|
1425
|
Erster Göppinger Stadtbrand
|
|
1436
|
Graf Ulrich V. von Württemberg gab den Befehl zur Erbauung der Oberhofenkirche.
|
|
1448
|
Umwandlung der Oberhofenkirche in ein Chorherrenstift.
|
|
1455
|
Hans Staufer von Bloßenstaufen ist mit Grundbesitz in Göppingen belegt.
|
|
1519
|
Erste Erwähnung eines deutschen Schulmeisters in der Stadt.
|
|
1525
|
Bauernkrieg. Zerstörung der Burg Hohenstaufen. Der Bauernhaufen unter Matern Feuerbacher lässt den Adelberger Pfleghof besetzten und das Oberhofenstift plündern.
|
|
1534
|
Einführung der Reformation durch Herzog Ulrich von Württemberg, das Stift Oberhofen wird säkularisiert.
|
|
1548
|
Kaiser Karl V., "in dessen Reich nie die Sonne untergeht", weilt in der Stadt
|
|
1550
|
Der Astronom Michael Mästlin wird in Göppingen geboren.
|
|
1552
|
Jakob Andreä, nachmals Kanzler der Universität Tübingen, wird Göppinger Stadtpfarrer.
|
|
Um 1555
|
Neubau des Schlosses als Renaissancebauwerk und Ausbau des Sauerbrunnenbades unter der Ägide Herzog Christophs von Württemberg
|
|
1617
|
Bauliche Veränderungen an der Badherberge des Sauerbrunnens unter Heinrich Schickhardt
|
|
1625
|
Der Astronom und Mathematiker Johannes Kepler weilt zur Badekur im Sauerbrunnenbad
|
|
1639-1648
|
Unter österreichischer Herrschaft während des Dreißigjährigen Kriegs 1618- 1648 Restituierung des Oberhofenkirchenstifts mit Jesuiten
|
|
1650
|
Zum Dank für das Ende des Dreißigjährigen Krieges wird ein Friedensfest gefeiert, aus dem heraus sich das "Göppinger Nationalfest" Maientag entwickelt hat.
|
|
1688
|
Im Zeichen der französischen Eroberungskriege erheben die "Göppinger Weiber" Protest gegen eine kampflose Übergabe der Stadt an die französischen Truppen
|
|
1727
|
Errichtung der ersten Papiermühle.
|
|
1741
|
Ansiedlung einer Fayencefabrik.
|
|
1777
|
Unterzeichnung des Jebenhäuser Judenschutzbriefs und Zuzug der ersten jüdischen Familien in das reichsunmittelbare Rittergut Jebenhausen
|
|
1782
|
Beim zweiten Stadtbrand brannte Göppingen bis auf wenige Gebäude völlig nieder. Herzog Karl Eugen von Württemberg verordnet den Wiederaufbau der Stadt nach einem klassizistischen Idealplan im Schachbrettgrundriss von Landbauinspektor Johann Adam Groß, das Rathaus ist als letztes Gebäude der Stadt 1785/86 fertiggestellt.
|
|
1804
|
Anlegung der Jebenhäuser Synagoge.
|
|
1832
|
Errichtung des Rabbinats Jebenhausen.
|
|
1839
|
Die Ärzte Dr. Landerer und Dr. Palm erwerben das Sauerbrunnnenbad und richten dort eine Anstalt für psychisch Kranke ein.
|
|
1847
|
Göppingen erhält einen Anschluss an das Eisenbahnnetz.
|
|
1848
|
Gründung eines Arbeiterbildungsvereins. Göppingen nahm bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs eine führende Rolle in der deutschen Arbeiterbewegung ein.
|
|
1861
|
Gründung des Härlinschen Töchterinstituts zur Verbesserung der Mädchenbildung, an dessen Stelle 1880 die städtische Töchterschule tritt.
|
|
1867
|
Erbauung der katholischen Marienkirche und der Turnhalle im Bereich der Jahnstraße.
|
|
1874
|
Verlegung des Rabbinatssitzes von Jebenhausen nach Göppingen.
|
|
1881
|
Einweihung der Göppinger Synagoge, die in der "Reichskristallnacht" 1938 zerstört wurde.
|
|
1899
|
Der Südturm der Oberhofenkirche wird von Baumeister Heinrich Dolmetsch ausgebaut.
|
|
1903
|
Eröffnung des neuen Friedhofs
|
|
1911
|
Einweihung des von den Architekten F. E. Scholer und Paul Bonatz geplanten Schulgebäudes an der Mörikestraße, in dem heute das Mörike-Gymnasium untergebracht ist.
|
|
1912
|
Göppinger Affäre, die Spaltung der organisierten Arbeiterschaft in Deutschland bahnt sich an, die nach dem Ersten Weltkrieg 1914-1918 vollzogen wird
|
|
1922
|
Die "Schlacht am Walfischkeller" zwischen nationalsozialistischen Kampfverbänden und Vertretern der Arbeiterbewegung markiert den ersten öffentlichen Auftritt der Göppinger Nationalsozialisten
|
|
1939
|
Noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs Eingemeindung Holzheims und Jebenhausens.
|
|
1940
|
Eröffnung des Staufentheaters.
|
|
1941
|
Beim Luftangriff am 1. März werden rund 300 Einwohner getötet und 212 Häuser zerstört. Das Ende des Zweiten Weltkriegs wird mit dem Einmarsch US-amerikanischer Truppen am 20. April eingeläutet. Noch am selben Tag wird Christian Eberhard zum Oberbürgermeister ernannt. In den Folgejahren mussten rund 16000 Heimatvertriebene und Flüchtlinge untergebracht werden.
|
|
1955
|
Einweihung der Stadthalle. Besiegelung der Patenschaft Göppingens für die Vertriebenen des Schönhengstgaus.
|
|
1956
|
Eingemeindung Bartenbachs.
|
|
1957
|
Eingemeindung Bezgenriets.
|
|
1959
|
Einweihung des vom Stuttgarter Architekten Günther Behnisch geplanten neuen Gebäude des Hohenstaufen-Gymnasiums.
|
|
1964
|
Baubeginn der Ursenwang-Siedlung als Demonstrativ-Wohnungsbauprogramm des Bundeswohnungsbauministeriums. Der neu gebaute Göppinger Bahnhof wird eingeweiht.
|
|
1967
|
Bau der Hohenstaufenhalle.
|
|
1970
|
Einrichtung des städtischen Naturkundemuseums in der alten Badherberge in Jebenhausen
|
|
1971
|
Eingemeindung Hohenstaufens. Mit Klosterneuburg bei Wien und dem süditalienischen Foggia wird eine Städtepartnerschaft abgeschlossen.
|
|
1972
|
Eingemeindung Maitis'.
|
|
1973
|
Eingemeindung Lenglingens.
|
|
1975
|
Eingemeindung Faurndaus.
|
|
1977
|
Einrichtung des "Dokumentationsraums für staufische Geschichte" am Fuße des Bergs Hohenstaufen.
|
|
1981
|
Einweihung der Stadtbibliothek in den Räumen des Adelberger Kornhauses
|
|
1988
|
Eröffnung der Fachhochschule für Technik. Übernahme der Patenschaft für die Landsmannschaft der Banater Schwaben.
|
|
1989
|
Eröffnung der städtischen Galerie (jetzt: Kunsthalle) in der Marstallstraße.
|
|
1990
|
Städtepartnerschaft mit Sonneberg/Thüringen
|
|
1991
|
Eröffnung des Jüdischen Museum Göppingen in der alten Kirche Jebenhausen.
|
|
2000
|
Städtepartnerschaft mit dem südfranzösischen Pessac.
|