Ortsgeschichte

1143 erste urkundliche Erwähnung

In einer Urkunde, ausgestellt im Herbst 1143, wird der Ortsname Holzheim erstmals schriftlich erwähnt. Diese erste Nennung des Ortsnamens dient als Beleg für die Existenz dieses Dorfes im Filstal. Diese urkundliche Ersterwähnung Holzheims darf allerdings nicht als Gründungsdatum des Ortes gedeutet werden. Es ist anzunehmen, dass die Entstehung der Siedlung schon viel früher zur Zeit der alamannischen Landnahme erfolgt sein muss. 1463 ist die St. Bernhard-Kirche erstmals als Kapelle schriftlich erwähnt.

Gesellschaftlicher Wandel

Die Schilderung der gemeindlichen Verhältnisse in Holzheim im Pfarrbericht des Jahres 1827 zeigt noch eine weitgehend intakte bäuerliche Dorfgemeinschaft von 610 Einwohnern, die bis auf einen Katholiken alle protestantischer Konfession sind. Die Haupterzeugnisse der Landwirtschaft sind Getreide, Obst, Flachs und Hanf. Desweiteren spielen die Vieh- und besonders die Schafzucht eine wichtige Rolle. Arme Leute finden als Taglöhner, aber auch als Mägde und Knechte in der Oberamtsstadt Göppingen Beschäftigung. Die traditionelle Heimweberei und Wollenspinnerei befindet sich schon im Rückgang, nachdem die ersten mechanischen Web- und Spinnmaschinen in Göppingen aufgestellt sind.
1939 wurde Holzheim nach Göppingen eingemeindet und hat heute in Alt-Holzheim etwa 3160 Einwohner.

Ortsteil St. Gotthardt

Schon seit Jahrhunderten über familiäre Bande und seit dem frühen 19. Jahrhundert auch verwaltungsmäßig eng verzahnt mit Holzheim ist das benachbarte St. Gotthardt. Das Dorf St. Gotthardt kam in Folge der von Napoleon herbeigeführten territiorialen Umgestaltung Deutschlands zum neugebildeten Königreich Württemberg und erlangte in dieser Zeit den Status einer eigenständigen Gemeinde. Wegen der anhaltenden Finanzmisere des kleinen Gemeindewesens legte das Oberamt Göppingen den Anschluss an Holzheim nahe. Am 12. Mai 1838 wurden die beiden Gemeinden zur Gesamtgemeinde Holzheim zusammengeschlossen. St. Gotthardt hat heute ca. 500 Einwohner.

Ortsteil Ursenwang

Am 11. Oktober 1962 erfolgte der erste Spatenstich zur Neugründung dieses Ortsteils. 1963 konnte das erste Wohnhaus bezogen werden, ab 1964 erfolgte der große Zustrom von neuen Bürgerinnen und Bürgern. Mit der Schaffung von Kindergarten, Grund- und Hauptschule, der Errichtung der Heilig-Geist-Kirche, der Ansiedlung von Gaststätten und Geschäften und vielen Betrieben im Industriegebiet ist Ursenwang mit heute über 2.100 Einwohnern zu einem geschlossenen Wohngebiet gewachsen.

Ortsteil Manzen

Im Juli 1953 konnten die ersten Doppelhäuser in Manzen bezogen werden. Ende dieses Jahres waren die nächsten 20 fertig und im Jahr darauf nochmals 14. So ist Manzen also seit Anfang der 50er Jahre kontinuierlich und fast organisch gewachsen. Mit der Errichtung des Gemeindezentrums der evangelischen Kirchengemeinde 1975 und einem Kindergarten entwickelte sich Manzen ebenfalls zu einem geschlossenen Wohngebiet mit heute 1.910 Einwohnern.

  

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