Städtepartnerschaften aktuell

Fest am Foggiaplatz

Bei strahlend blauem Himmel haben die Mitglieder vom Arbeitskreis Foggia, im Rahmen der Reihe „Göppinger Plätze“ – „Italien und Latein“ am 13. Juli 2018, an einem Stand über die über 40-jährige Partnerschaft Göppingen-Foggia und über die interessante Region Apulien auf dem Foggia-Platz informiert. Auch gab es schöne Trachten zu sehen, die typisch für diese Region sind und man konnte sich an einem Städtepartnerschafts-Quiz, rund um die Partnerschaft und Italien, beteiligen.

Durch Auslosung sind die Gewinner gezogen worden:

1. Preis: Thilo Keierleber
2. Preis: Karl Hamm
3. Preis: Siegfried Giersch

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!

Bericht für 2017

Der im Verwaltungs- und Finanzausschuss am 1. März 2018 vorgestellte Bericht für 2017 über die Aktivitäten im Rahmen der vier Städtepartnerschaften und der beiden Patenschaften zeigt einmal mehr die Lebendigkeit dieser Verbindungen, insbesondere auf Vereins- und Schulebenen.

Typ Name Datum Größe
pdf Rückblick Städtepartnerschaften 2017.pdf 05.03.2018 176 KB
pdf Städtepartnerschaften und Patenschaften 2017.pdf 05.03.2018 12,5 MB

Öko-Modell "Made in Klosterneuburg"

Biotop-Geschäftsführer DI Peter Petrich, links neben OB Guido Till, führte die Besucher/-innen durch sein Unternehmen.

Nicht nur die Festsitzung des Klosterneuburger Gemeinderats, auch der Besuch einer innovativen Firma zählte zu den Höhenpunkten eines Gemeinderats- und Verwaltungsbesuchs unter Leitung von Oberbürgermeister Guido Till in der niederösterreichischen Partnerstadt.

„Was ist ein Politiker alleine wert?“ fragte Klosterneuburgs Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager und beantwortete die Frage gleich selber: gemeinsam sei es leichter, die Herausforderungen, vor denen auch Klosterneuburg stehe, zu meistern. Ein-Personen-Haushalte seien die häufigste Wohnform, doch diese Isolierung sei gefährlich; es bestehe das Risiko, dass weite Teile für Empathielosigkeit anfällig werden. Klimaveränderungen, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz seien die großen Zukunftsthemen: „Wenn nun aber menschliches Denken und Handeln ersetzt wird, werden wir Menschen die Hauptbetroffenen dieser Veränderung sein. Für manche wird es neue Berufsfelder geben, aber andere werden ewig zurückbleiben und auf der Verliererseite stehen. Diese Folgen dürfen und können wir nicht vernachlässigen.“ Das Basis-Einkommen werde wohl eine Grundbedingung für sozialen Frieden in einem neuen Gesellschaftsvertrag werden. Darum müsse alles getan werden, dass die hier lebenden Menschen auf der Siegerseite stehen. „Es gibt viele Chancen, auf der Siegerseite zu stehen“, bekräftigte Schmuckenschlager. Wichtig sei zum einen die Infrastruktur für zukunftsfähige Unternehmen, zum anderen die Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit. Letzteres wurde einmal mehr mit der Ehrung zahlreicher verdienter Persönlichkeiten im Rahmen der Festsitzung umgesetzt; Ersteres werde mit dem Weg zur Wissenschaftsstadt Klosterneuburg fortgesetzt. So werde die Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau 2018 einen Pilotversuch zum Einsatz von Drohnen zum vorbeugenden Schutz vor Schädlingen durchführen; die Ansiedelung des Umweltbundesamtes werde 500 weitere Arbeitsplätze mit sich bringen.

Naturnah schwimmen

„Wir haben uns mit unseren Partnern rund um den Globus dem sorgsamen Umgang mit dem Lebens- und Genussspender Wasser verschrieben“, fasste DI Peter Petrich, Geschäftsführung und Technische Leitung der Biotop GmbH in Klosterneuburg, die Firmenphilosophie beim Besuch der Göppinger Delegation zusammen. BM Schmuckenschlager hatte die Firma für eine Besichtigung ausgesucht, um den Inhalt seiner Festrede vom Vorabend zu veranschaulichen. Das 1985 gegründete Unternehmen mit Lizenznehmern in Europa und Übersee hat Swimming-Teiche und Living-Pools entwickelt, die Baden in natürlichem Wasser ermöglichen. Das Prinzip des Swimming-Teiches: Statt das Wasser mit Chlor zu desinfizieren, wird es von natürlichen Seepflanzen gereinigt. Petrich empfiehlt, je eine Hälfte der Wasserfläche für die pflanzliche Reinigung und für den Schwimmbereich vorzusehen – vorgeschrieben ist eine Reinigungsfläche von einem Drittel. Dieses Prinzip lasse sich auch, sofern ausreichend Platz vorhanden ist, auf Schwimmbäder anwenden. Wer weniger Platz aufwenden möchte oder „Angst“ vor der Natur hat, kann einen klassischen Swimming-Pool auch als Living-Pool, ohne chemische Klärung, ausstatten oder gar umrüsten lassen. Über 5.000 Badeanlagen wurden seit der Firmengründung weltweit nach diesem Prinzip errichtet, zum großen Teil mittels Lizenznehmer in Europa, der Türkei, Australien, USA und Kanada.

Namens der Göppinger Delegation dankte Oberbürgermeister Guido Till für den Einblick in das ökologische Unternehmen, darüber hinaus aber auch für die beeindruckende Gastfreundschaft, mit der die Gäste von den Klosterneuburgern betreut wurden.

Freundschaft zu Sonneberg vertieft

Stadtrat Felix Gerber, Bürgermeister Dr. Heiko Voigt, Oberbürgermeister Guido Till und Hauptverwaltungsleiter Willi Schwaak vor dem Deutschen Spielzeugmuseum.

Beim traditionsreichen Stadt- und Museumsfest in Sonneberg war die Hohenstaufenstadt Göppingen in diesem Jahr - aufgrund der Bundestagswahl - mit einer etwas kleineren Delegation vertreten. Die Herzlichkeit der seit 1990 bestehenden Städtepartnerschaft war trotzdem durchgängig spürbar.

Die offizielle Eröffnung des Stadt- und Museumsfestes durch Sonnebergs Bürgermeister Dr. Heiko Voigt sowie der anschließende Besuch verschiedener Veranstaltungen gehörten ebenso zum Delegationsprogramm wie ein Besuch im Deutschen Spielzeugmuseum. Im Mittelpunkt standen aber die vielfältigen Gespräche, mit denen die Freundschaft zur thüringischen Partnerstadt vertieft wurde. Oberbürgermeister Guido Till lud dabei seinen Amtskollegen zum Bürgerempfang Anfang Januar 2018 nach Göppingen ein. Sonneberg und seine oberfränkische Partnerstadt Neustadt bei Coburg haben die Ausweisung eines länderübergreifenden Oberzentrums bei den Regierungen der Freistaaten Bayern und Thüringen gestellt. Und der Tag der Franken wird 2019 erstmals grenzüberschreitend gefeiert; Gastgeber werden die Partnerstädte Neustadt bei Coburg und Sonneberg sein.

Reise nach Klosterneuburg

Für die Reise in die Partnerstadt hatte sich der Arbeitskreis Klosterneuburg in diesem Jahr absichtlich den Beginn der Ferienzeit ausgesucht. Der Gedanke dabei war, eventuell Eltern mit ihren Kindern zur Mitreise anzuregen. Leider war dies nicht der Fall, und so gab es ein Programm für die „reiferen Generationen“: Vom 3. bis 7. August durften wieder viele Eindrücke gesammelt werden. Auf der Hinfahrt stand die Besichtigung des Weltkulturerbes „Stift Göttweig“ auf dem Plan, geführt von Pater Pius Nemes, ein gebürtiger Eislinger, der in Göppingen zur Schule gegangen ist. Den Tagesabschluss erlebten die Göppinger zusammen mit Freunden aus Klosterneuburg im Garten eines Stadtheurigen. Am nächsten Tag ging es nach Wien. Unter der Führung des technischen Leiters der Staatsoper, Ing. Manfred Hoffelner, durften die Besucher auch hinter die Kulissen schauen und erhielten Einblicke in Bereiche, die „normalen“ Führungen verwehrt bleiben. Ein begleiteter Spaziergang durch den Park Schönbrunn rundete den Nachmittag ab. Am Abend wurde die komische Oper „Le Comte Ory“ im Hof des Stifts besucht. Das spontane Angebot von Mag. Franz Brenner, Leiter des Kulturamtes in Klosterneuburg, einmal hinter die Kulissen zu schauen, wurde dankbar angenommen. Am Samstag wurden drei Führungen im Augustiner-Chorherrenstift angeboten; zum gemeinsamen Abschluss gab es eine Weinprobe in der Vinothek. Am Nachmittag stand ein etwas längerer Museumsbesuch in Kierling bei Prof. Fritz Chlebecek auf dem Programm. Zum Tagesausklang wurden die Göppinger von Ortsvorsteherin Traude Balaska sowie Bürgermeister a. D. und Ehrenbürger von Klosterneuburg Dr. Gottfried Schuh empfangen. So freute sich Landrat a. D. Franz Weber, mit alten Bekannten einen Plausch halten zu können. Der Sonntag stand unter dem Programmpunkt Burgenland; und am Tag der Rückreise gab es für die Reisegruppe einen Empfang im Foyer des Rathauses durch Vizebürgermeister Reg. Rat Richard Raz, Stadtamtsdirektor Mag. Michael Duscher und Stadtrat a. D. Karl Hava. Die Reise wurde von allen Teilnehmern so gelobt, dass bei der Ankunft auf dem Parkplatz der EWS Arena spontane Anmeldungen für das kommende Jahr angekündigt wurden.

Reise im Frühling in die Partnerstadt Foggia

29 Teilnehmer einer Reise, organisiert von der Stadt Göppingen und dem Arbeitskreis Foggia, Beate Schimanko und Martin Mundorff, konnten die Partnerstadt Foggia und die Region Apulien kennenlernen. Am Anreisetag gab es einen informativen Stadtspaziergang und spontan konnte man auch bei Theaterproben im Theater in Foggia dabei sein. Am Samstagmorgen gab es die Möglichkeit, einen traditionellen Markt zu besuchen, danach stand die große Staufer-Anjou-Festung und das Amphit-Theater in Lucera auf dem Programm, mit Abschluss in dem Bergdorf St. Agatha. Am Sonntag konnte das hoch gelegene Dorf Minervino und die beeindruckende Höhlengrotte, St. Michael, besichtigt werden, bei strahlendem blauem Himmel nachmittags das imposante UNESCO-Welterbe - Castel del Monte - Bauwerk des Stauferkaisers Friedrich II. Der Abschluss war in der schönen Hafenstadt, Trani mit seiner beeindruckenden Kathedrale und Seepromenade.

Vielfältige Begegnungen zum Maientag

Zahlreiche Gäste aus den Partnerstädten der Hohenstaufenstadt und dem Schönhengstgau folgten gerne der traditionellen Einladung von Oberbürgermeister Guido Till zum Göppinger Maientag.

Für die Delegation aus Klosterneuburg unter der Leitung ihres Bürgermeisters Stefan Schmuckenschlager mit Gattin stand nach ihrer Ankunft am Stuttgarter Flughafen eine Führung durch das S21-Forum im Bahnhofsturm auf dem Programm. In Göppingen traf man um 15 Uhr mit den Gästen aus Foggia und der langjährigen Wegbegleiterin Gloria Fazia zusammen, um in der Markthalle bei der Eröffnung der Klosterneuburger Warenpräsentation dabei zu sein. Die STAUFERS Markthalle in Göppingen sieht sich als mehr als ein gewöhnlicher EDEKA-Markt. In einer ehemaligen Produktionshalle werden auf der sogenannten „Marktstraße“ saisonal wechselnde, regionale Spezialitäten angeboten. Das neue Konzept, Regionalität auch auf Göppinger Partnerstädte auszuweiten, verleiht der Marktstraße nun eine internationale Note und belebt zudem die Kultur der Städtepartnerschaften. Musikalisch umrahmt wurde die Präsentation vom Kinderchor der Reuschgemeinde unter Leitung von Gerald Buß.

Das offizielle Maientagsprogramm startete schließlich mit dem Ansingen und dem Festkonzert, zu dem sich auch der hauptamtliche Beigeordnete Christian Dressel mit der Delegation aus Sonneberg, Bürgermeister Dr. Milos Izak aus Mährisch Trübau und Vizebürgermeister Miloš Smola aus Landskron mit Begleitung in der Stadthalle einfanden. Anschließend trafen sich die Delegationen mit Vertretern der Gemeinderatsfraktionen, der Verwaltungsspitze und der Partnerschafts-Arbeitskreise zum geselligen Austausch und Kennenlernen beim Partnerschaftsabend.

Nach dem traditionellen Empfang im Rathaus mit Oberbürgermeister Till konnten die Gäste am Samstag von der Tribüne vor dem Rathaus aus den bunten Festumzug verfolgen, bevor es zum gemeinsamen Mittagessen ins Festzelt ging. Am Nachmittag nutzten Gäste aus Tschechien und Niederösterreich die Möglichkeit zu einer Busfahrt nach Hohenstaufen mit Besichtigung der Ausstellung „Die Staufer“ und einem Spaziergang auf den Hohenstaufen. Dabei entdeckten die Gäste aus landksron und Klosterneuburg eine neue Verbindung: Friedrich Gustav Kardinal Pfiffl (1864 – 1932) wurde 1906 Kanzleidirektor des Stiftes Klosterneuburg und 1907 einstimmig zum Propst gewählt – am heutigen Kardinal-Pfiffl-Platz in Klosterneuburg finden sich das Stadtmuseum und die Jugendmusikschule – und kam in Landskron zur Welt, wo er auch aufwuchs.

Der Abschluss des diesjährigen Maientagsprogramms mit vielen freundschaftlichen Begegnungen und Aktivitäten fand schließlich wieder in der Göppinger Innenstadt statt. Im „ANDECHSER“ ließ man den Abend ausklingen und freute sich auf den Maientag 2018 sowie auf die zuvor anberaumten Treffen in den Partnerstädten.

Doch nicht nur „offizielle“ Gäste aus den Partnerstädten weilten in Göppingen. Aus Foggia reiste eine Gruppe Schützen an, um die langjährige Freundschaft zu den hiesigen Schützen zu vertiefen. Und der gut 50 Mitglieder starke Bürgerverein Kierling hat in Klosterneuburg einen Arbeitskreis Göppingen gegründet und reiste mit acht Personen zum Maientag an.

  

Ansprechpartner

Willi Schwaak
Hauptamtsleiter
07161 650-1010
WSchwaak@goeppingen.de

Anschrift

Stadtverwaltung Göppingen
Hauptstraße 1
73033 Göppingen