Ein bürgerfreundliches Service-Center

Grafik: Ackermann & Raff, Stuttgart

Auf dieser Seite informieren wir Sie fortlaufend zum Städtischen Verwaltungszentrum (SVZ) am neugestalteten Bahnhofsplatz. Die Eröffnung des SVZ ist für Ende 2019 vorgesehen.

Die Grundsteinlegung

Ministerialdirektor Julian Würtenberger bei der Grundsteinlegung

Der Regen tat der guten Stimmung keinen Abbruch, als Oberbürgermeister Guido Till am Dienstag, 13. März 2018, zahlreiche Gäste zur Grundsteinlegung des Service-Centers für die Bürgerinnen und Bürger im Zentrum der Stadt willkommen hieß. Für Ministerialdirektor Julian Würtenberger weist das Projekt in die Zukunft und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Stadt.

Das unmittelbar am Bahnhof gelegene Städtische Verwaltungszentrum mit all seinen Funktionen und Aufgaben wird durch die Zusammenführung verschiedener städtischer Ämter an einem zentralen Ort zu einer verstärkten Bürgerfreundlichkeit beitragen, erinnerte Oberbürgermeister Guido Till an die grundlegenden Zielsetzungen des Projekts: „Aus fünf verstreuten Standorten machen wir einen, mit dem Öffentlichen Personennahverkehr bestens erreichbaren, barrierefreien Dienstleistungsort.“ Neben dem Rathaus am Marktplatz, mit der Haupt- und Finanzverwaltung sowie dem Bürgerbüro, dem Standesamt und dem ipunkt, wird es künftig nur noch einen weiteren zentralen Anlaufpunkt geben und nicht mehr fünf. Hier werden der gesamte Rechts- und Ordnungsbereich, die Referate Gewerbe und Gaststätten, die Ausländerbehörde, das städtische Sozialreferat sowie die Bereiche Kultur, Sport, Kinder, Jugend und Schulen kundenorientiert zusammengeführt. Da auch die gesamte Bauverwaltung integriert wird, können die Bürger/-innen künftig mehrere verschiedenartige Anliegen an einem Ort erledigen. „Kurz: Wir bieten einen umfassenden Service!“ nannte das Stadtoberhaupt nur ein Beispiel: „Wir wollen ein neues Bürgerbüro Bauen eröffnen. Als zentrale Anlaufstelle bündelt es die Kompetenzen für Auskünfte zum Thema Bauen und koordiniert Termine mit Experten bei fachspezifischen Fragestellungen.“ Der große Informationsbedarf rund um das Thema Bauen, das Selbstverständnis vieler Menschen zur Nutzung digitaler Medien und die Reifegrade für sichere elektronische Datenübermittlung sind einige zentrale Argumente dafür, dieses neue Angebot durch ein ‚Virtuelles Bürgerbüro Bauen‘ zu ergänzen. „Deshalb nehmen wir derzeit an dem Wettbewerb ‚Digitale Zukunftskommune@bw‘ teil und möchten als eines von vier Modellvorhaben dieses ‚virtuelle Bürgerbüro Bauen‘ zusätzlich zum künftigen reellen Bürgerbüro Bauen entwickeln.“ OB Till richtete den Blick aber auch nach innen, in die Verwaltung: „Wir schaffen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter moderne und zeitgemäße Arbeitsplätze. Die räumliche Nähe erleichtert die fach-übergreifende Zusammenarbeit und unterstützt das Teamwork“, so der Rathauschef. „Wir erzeugen einen absoluten Mehrwert und positionieren uns als ein attraktiver Arbeitgeber, der zum einen ein gutes Arbeitsklima schafft und zum anderen den Spagat zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht.“ All diese Faktoren waren Kernmotivation für das Projekt Städtisches Verwaltungszentrum (SVZ).

In einem mehrstufigen Wettbewerb präsentierten namhafte Architekturbüros verschiedenste Entwürfe. Den städtebaulichen Wettbewerb gewann schließlich das Stuttgarter Büro Ackermann & Raff, das schon einige vorbildliche Projekte in der Stadt verwirklicht hat. Die Architektur des SVZ nimmt einerseits die Industriegeschichte Göppingens auf und fügt sich andererseits hervorragend in den zentralen innerstädtischen Raum ein. „Der Bau des Städtischen Verwaltungszentrums, die noch zu realisierende Fertigstellung des Bahnhofplatzes, die Generalsanierung der Gutmann-Villa, der Neubau der Kreissparkasse, die Sanierung des Allianzhochhauses sowie die bevorstehende Sanierung des Gebäudekomplexes um die Deutsche Post stellen ein abgerundetes Ensemble dar, welches noch durch das Zentrum Untere Marktstraße ergänzt wird und zu einer Gesamtinvestition von 115 Millionen Euro geführt hat und noch führen wird“, umriss OB Till das Umfeld. „Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass die Deutsche Bahn AG auch das an sich schöne Bahnhofsgebäude, welches ein Zeitzeuge der 1960er Jahre ist, generalsaniert.“ Mit Blick in die nahe Zukunft schwärmte Till: „Wer nach Göppingen kommt, muss nicht mehr zwangsläufig denken ‚oh, da muss noch einiges gemacht werden‘, sondern darf dieses Entree auf sich einwirken lassen und genießen können.“

Oberbürgermeister Guido Till dankte allen Beteiligten ganz herzlich für ihre konstruktive Zusammenarbeit, an erster Stelle bei den Bürger/-innen, dass sie die Entwicklung des Service-Centers mit Wohlwollen begleitet haben. „Ich danke unserer Bürgerschaft und unseren Betrieben, weil wir nur durch deren Fleiß, Kompetenz und Erfolg in der Lage sind, diese finanziellen Kraftakte, die solche Bauvorhaben verursachen, auch bewältigen zu können“, so Till weiter. Sein Dank galt ferner dem Gemeinderat, der die Notwendigkeit dieses Projekts frühzeitig erkannt und die notwendigen Beschlüsse gefasst hat, sowie bei allen Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung, namentlich bei Baubürgermeister Helmut Renftle, Hochbauamtsleiterin Christiane Fitschen, den städtischen Architektinnen Kerstin Neumann und Wiebke Grzebellus sowie beim früheren Kollegen Jürgen Gröger für die kompetente Begleitung des Projekts von der baulichen Seite. Sein ausdrücklicher Dank galt ferner allen Fachbereichsleiter/innen, Referatsleiter/-innen und Mitarbeiter/-innen, die das Projekt von der inhaltlichen, organisatorischen und finanziellen Seite betreut haben, namentlich bei Hauptverwaltungsleiter Willi Schwaak und Kämmerer Rudolf Hollnaicher. „Ich danke den Architekturbüros, die sich am Realisierungswettbewerb beteiligt haben; dem Preisgericht, das den Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros Ackermann und Raff einstimmig zum Sieger kürte; dem vorbereitenden Büro kohler grohe architekten aus Stuttgart sowie den Nachbarn, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Dr. Hariolf Teufel sowie Vorstandsmitglied Klaus Meissner. Ihnen danke ich für die Geduld und das Hinnehmen mancher Unannehmlichkeiten, die mit dem Bau verbunden sind.“ Ein besonderer Dank galt Ministerialdirektor Julian Würtenberger: „Es ist für mich keine Selbstverständlichkeit, wenn wir von Seiten des Landes Fördermittel erhalten.“ 3,6 Millionen Euro steuern Bund und Land zu den veranschlagten Baukosten von 25,5 Millionen Euro bei.

„Als Land sind wir stolz auf solch leistungsfähige Kommunen“, bekannte Ministerialdirektor und damit Amtschef des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration, Julian Würtenberger. Ein neues städtisches Verwaltungszentrum weist in die Zukunft, stand er dem „neuen Kleid“ in unmittelbarer Nachbarschaft zur Mobilitätsdrehscheibe positiv gegenüber. Er zeigte sich sicher, dass aber auch im Inneren einiges Neues geschaffen wird in Richtung moderne Verwaltung. Das neue Verwaltungszentrum wird das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Stadt stärken, meinte Würtenberger. Mit der Hochschule und dem Kompetenznetzwerk Mechatronik ist Göppingen für die Wirtschaft 4.0 gerüstet; mit der Teilnahme am Wettbewerb ‚Digitale Zukunftskommune@bw‘ beschreitet auch die Kommune den Weg der Digitalisierung. „Sie bekommen nicht nur ein neues Kleid“, meinte der Ministerialdirektor, „sondern auch neuen Inhalt in neuem Gewand.“ Die Einführung der elektronischen Akte ist die Basis für die moderne Kommunikation mit der Bürgerschaft. Deshalb ist der Wettbewerbsbeitrag mit einem digitalen Bürgerdienst wegweisend. „Sie können stolz darauf sein, in Göppingen zu leben“ schloss Würtemberger.

Prof. Hellmut Raff von der Geschäftsführung des Büros Ackermann & Raff GmbH & Co. KG erläuterte die Bedeutung des nachhaltigen Bauens. Die Lebensdauer eines Gebäudes betrug früher im Schnitt 200 Jahre, die Nutzungsdauer häufig nur 30 Jahre. Viele Gebäude haben daher unterschiedliche Nutzungen im Laufe der Zeit erfahren. Dass viele Nachkriegsbauten schon wieder abgerissen wurden, führte Raff darauf zurück, dass sie schlecht gealtert sind und heute nicht mehr gefallen. Deshalb muss heute wieder langlebig gebaut werden, wie es beim SVZ verwirklicht wird.

Jürgen Breuning, Geschäftsführer des Unternehmens Wolfer & Goebel Bau GmbH, verriet, dass das Bauunternehmen das Baufeld im November übernommen hat. Mittlerweile sind die Baugrube verschalt und gesichert sowie die erste Bodendecke eingezogen. Bis September, so Breuning, soll der Rohbau fertig sein, anschließend können die Ausbauarbeiten starten. Ende 2019 soll das neue Service-Center im Herzen der Stadt dann bezugsfertig sein.

  

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