Ein Treffpunkt der Generationen

Rund 1,2 Millionen Euro hat er gekostet, der neue kulturelle, soziale und sportliche Treffpunkt in Göppingen – angesichts der generationenübergreifenden Angebote für Jugendliche, Familien und Senioren gut angelegtes Geld, wie Oberbürgermeister Guido Till bei der Eröffnung der vielfältigen Trendsportanlage befand.

Zu den Sportmöglichkeiten zählen Skateboard klassisch, BMX, Scooter, Bouldern, Slackline (Jumpline mit zwölf Meter Länge und Longline mit 22 Metern), Parkour und 5 Esslinger. Der kreisförmige Platz mit einem Durchmesser von 44 Metern ist zentral in der Grünanlage am Theodor-Heuss-Platz integriert und mit einer 53 Meter langen und (einschließlich Fundament) fünf Meter hohen Lärmschutzwand versehen. Diese ist von Norden her durch verschiedene integrierte Skateelemente wie wallrides und banks befahrbar; die Südseite gehört dem Klettersport: vier Kletterrouten in den Farben grün, blau, pink und gelb mit 500 bis 600 Griffen laden ein. Auch beim Kleinkinderspielplatz stehen Bewegung und Koordination an erster Stelle: Klettern, Rutschen, Balancieren, Schaukeln in der Umgebung von viel Spielsand. Das Bewegungsprogramm „Fünf Esslinger“ schließlich bietet Untrainierten und Menschen in der zweiten Lebenshälfte die Möglichkeit, ihren Körper mit einfachen Übungen zu fordern, ohne ihn zu überfordern.

Im August 2016 starteten die Bauarbeiten zum „Ort der Vielfalt“; neun Monate später konnte am Samstag eine der vielfältigsten Trendsportanlagen Deutschlands, kombiniert mit Angeboten für Familien und Senioren, eingeweiht werden. Musikalisch umrahmt von Noah Sonnen und Dominik Guerriero sowie dem evangelischen Kindergarten „Schatzkiste“ aus Manzen, gab Oberbürgermeister Guido Till unter Beteiligung vieler weiterer Akteure mit dem symbolischen Banddurchschnitt die Anlage offiziell frei. Viele Hundert Gäste verfolgten die Einweihung und die sportlichen Betätigungen, und dank eines vielfältigen Angebots an Essen und Trinken konnte auch der Begegnungswert des Platzes ausgiebig genossen werden. Denn neben der Möglichkeit für unterschiedlichste Trendsportarten bietet der Park auch (bei Sonnenschein) schattige Chill-Möglichkeiten, Grünflächen und einen Spielplatz für junge Familien.

Die Umgestaltung des bisherigen Skateparks hat eine lange Vorgeschichte: Schon 2012 beschäftigte sich eine Gruppe Jugendlicher des Göppinger Skatevereins „S.I.S. e.V.“ mit der Idee eines neuen Parks. Angesichts der zentralen Lage des Platzes wollten die jugendlichen Skater attraktive Freizeitangebote für möglichst viele Menschen schaffen. In das Konzept des Planungsbüros DSGN-CONCEPTS UG aus Münster flossen in mehreren gemeinsamen Workshops mit den Jugendlichen viele Anregungen der Nutzer/-innen ein; vom Anfänger bis zum Profi können nun alle Trendsportler/-innen „ihre“ Wege suchen. Das hohe Niveau des Skate Parcours erstaunt allerdings nicht: Die drei jungen Planer Ingo Naschold, Dominik Moos und Filip Labovic vom DSGN-Planungsbüro sind selbst seit vielen Jahren aktive Skater und haben sich auf die Planung von Bewegungs- und Sportanlagen im Freiraum spezialisiert. Dabei ist es ihnen auch gelungen, den Grundcharakter der Grünanlage Theodor-Heuss-Platz im Umfeld der Mörike- und Stadthallen-Anlagen zu bewahren. Die Wegeführungen in Nord-Süd-Richtung blieben erhalten, Erdwälle wurden teilweise neu modelliert, und die Bäume blieben erhalten beziehungsweise wurden verpflanzt.

Oberbürgermeister Guido Till dankte dem Regierungspräsidium Stuttgart für eine Förderung von 613.574,66 Euro – laut OB Till ein Zeichen und Anerkennung dafür, dass hier Außergewöhnliches geleistet wurde – sowie der Energieversorgung Filstal (EVF) für einen gesponserten Trinkwasserbrunnen. Vor allem aber dankte das Stadtoberhaupt allen an der Planung und der Umsetzung beteiligten Personen für das viele Herzblut, das in die weithin einmalige Trendsportanlage geflossen ist.

  

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