Ausstellungen


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95 Thesen plus 1. Claude Wall

Claude Wall, L'opulence est une infamie (Louis Antoine de Saint-Just, 1767–1794), 2016, 94 x 54 cm, Pigmente, Ponal, Transferschrift auf Nessel

17.09.2017 – 12.11.2017

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Am Beginn der Reformation stand Martin Luthers Protest gegen die schamlose Vermarktung des Glaubens durch die katholische Kirche. In der Kunst bedeuten Thesen und Gegenthesen den permanenten Motor ihrer Entwicklung. Im Grunde beinhaltet jedes Kunstwerk eine These und macht sie zum Bild. Und wenn das Kunstwerk klug ist, zieht es auch den Widerspruch mit in Betracht.
 
95 Thesen plus 1: Ebenso viele Bilder sind an den Wänden der Ausstellung, in denen Claude Wall Sätze, Fragen – Thesen von Künstlern, Philosophen (auch Martin Luther ist dabei) zitiert und sein Bild über und um das anderer Künstler legt. Was uns interessiert: Kunstwerke über Kunstwerke, mal nachdenklich und ernst, meist mit Humor und Ironie und mit Widersinn, der Fragen aufwirft. Thesen geben eine klare und bestimmte Aussage vor und sind doch gleichermaßen vorläufig, sobald sie in Frage stehen und eine neue, gegenteilige oder andere These aufschlägt. Um was geht es in der Kunst? Eine Frage - unzählige, thesenhafte Antworten.


Halle unten

WAS IST EIN STARKES BILD? Sammlung Kunsthalle Göppingen

Franz Erhard Walther, Braunsockel, halbierter Mantel, 1984, Baumwollstoff, Holz, Sammlung Kunsthalle Göppingen, © VG Bild Kunst, Bonn

09.07.2017 - 03.09.2017

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Schloss Filseck - Galerie im Ostflügel im 1. Obergeschoss

FARBE UND RAUM - Klaus Heider / Günther C. Kirchberger

Klaus Heider, Aufsprung, 1974, Acryl auf Leinwand, 100 x 125 cm, Sammlung Kunsthalle Gppingen, Schenkung Klaus Heider, VG Bild-Kunst Bonn 2017

05.05.2017 - 10.09.2017

KLAUS HEIDER

Im malerischen und zeichnerischen Werk von Klaus Heider geht es um den imaginären Bildraum. Zunächst bildet der transparente Raum den Ort menschlicher Existenz, dann sind abstrakte, schwebende Räume das Thema. Schließlich geht es um den Raum des Universums als Ort des Bildgeschehens. Dieser erschließt sich im Zeichen des Kreises, mit der Horizontlinie und in der Fotografie und in den Fotogrammen mit vielen Motiven. Sich ein Bild machen bedeutet für Klaus Heider, mit den Möglichkeiten in seiner Kunst phantasievoll zu spielen. Und er ist auch ein Künstlerphilosoph, der sich über das Denken in Bildern und über die Möglichkeiten der Kunst in Kunstwerken Gedanken macht. Immer wieder sind es Schrift, Worte, Texte, die einen weiteren Vorstellungs- und Denkraum mit den Perspektiven der Kunst eröffnen.
Klaus Heider hat es in seinen Werken mit zentralen Fragen der Kunst zu tun. Das Leben als Künstler interessiert ihn, die Philosophie, die Ästhetik, er denkt in Bildern. Mit Blick auf das Universum, auf die Dynamik der Schöpfung, macht seine Kunst sichtbar, was er in der theoretischen Physik und in der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung an bemerkenswerten Herausforderungen und Motiven für Bilder fand.
Werner Meyer


Günther C. Kirchberger fidoff 1964 Öl auf Leinwand 130 x 162 cm

GÜNTHER C. KIRCHBERGER

Im Frühwerk von Günther C. Kirchberger spielt die Farbe eine dominierende Rolle. Bereits 1957, kurz nach seiner ersten Begegnung mit der neuen Malerei des Abstrakten Expressionismus in London, entstehen großformatige Arbeiten, bei denen Kirchberger die Farbe mit energischer Dynamik und eruptiver Unmittelbarkeit auf die Leinwand aufträgt. Ist diese neuartige, pure Malerei zunächst noch ein sehr zeittypischer Ausdruck von Rebellion und Freiheit, so wird sie schon bald zum Medium einer sehr bewussten und eigenständigen Formensuche.
Ab 1959 ballen sich die einzelnen Pinselstriche in Kirchbergers Werken immer mehr zusammen, bis sie schließlich große, mächtige Farbformen bilden, die unmittelbar aus der Malerei selbst herauszuwachsen scheinen. Den Endpunkt dieser Entwicklung markieren jene imposanten, aus großflächigen Farb-Elementen aufgebauten Werke, für die Kunsthistoriker gerne den englischen Begriff Hard Edge, harte Kante, verwenden.
Die Ausstellung zeichnet diesen wichtigen Wendepunkt im Frühwerk Kirchbergers, der zugleich ein Schlaglicht auf die Neuorientierung der Malerei um 1960 wirft, anhand ausgewählter Werkbeispiele nach.
Stephan Geiger

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Ansprechpartner

Werner Meyer
07161 650-777
kunsthalle@goeppingen.de

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Di - So 14 - 17 Uhr
und nach Vereinbarung