Löschzug 10 - Faurndau

Bautagebuch Feuerwehrgerätehaus Faurndau

November 2018

Vorbereitend auf den nahenden Baustart wurden im Bereich der zukünftigen Fahrzeughalle mehrere Bäume gefällt sowie ein Telekommunikationsver-    teilerkasten umgesetzt. 

Am 7. November wurde begonnen, die Baustelle endgültig einzurichten und den Asphaltbelag der alten Parkplatzfläche sowie Fundamentteile mit einem Bagger zu entfernen.

September 2018

Nachdem in Absprache mit der Stadtverwaltung und dem betreuenden Architekturbüro der Beginn der Maßnahmen für den ersten Bauabschnitt auf Mitte Oktober terminiert wurde konnte in tatkräftiger Eigenleistung durch die Mitglieder des Löschzug Faurndau Anfang Oktober das zukünftige Baufeld von einem Carport und zwei Garagen geräumt werden.

Unter Einsatz eines Mobilkranes der Firma Kran-Maurer wurden die Garagen auf einen Tieflader gehoben und abtransportiert.

Bereits seit 1957 besteht das Feuerwehrgerätehaus im Ortskern des damals noch selbständigen Faurndau

Das Gebäude, welches lange Jahre zur Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehr mit der damaligen Fahrzeugtechnik ausreichte, gelangte in den letzten Jahren zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Seien es die steigende Einsatzhäufigkeit, die Größe der Einsatzfahrzeuge oder auch das personelle Wachstum des Löschzugs selbst - der bisherige Bestandsbau genügt mittlerweile weder dem Raumbedarf noch den Vorschriften der Unfallverhütung oder Arbeitssicherheit.

Nach langer Planung, Standortuntersuchungen und Erstellung eines Raumprogramms unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Feuerwehrbedarfsplanes wurde entschieden den bisherigen Standort in der Hirschstraße 17 aufgrund seiner einsatztaktisch nahezu optimalen Lage beizubehalten, das Bestandsgebäude zu sanieren und umfassend zu erweitern.
Mit einstimmigem Beschluss des Gemeinderats vom 22.03.2018 wurde schlussendlich der Startschuss für das Gesamtprojekt gegeben.

Im Folgenden möchten wir den Baufortschritt in einem Tagebuch mit Bildern und Texten begleiten und die Bevölkerung über dieses wichtige Projekt informieren.

Daten:
Baubeginn Bauabschnitt 1: Herbst 2018
Fertigstellung: XXXXXXXX
Umfang: Bau einer Fahrzeughalle mit 4 Stellplätzen für Großfahrzeuge

Baubeginn Bauabschnitt 2: Geplant Frühjahr 2019
Fertigstellung: XXXXXXXX
Umfang: Sanierung und Umbau des Bestandsgebäudes

Hochzeit beim Löschzug Faurndau

Am 2. September heiratete Stefanie (ehemals Moltenbrey) ihren Nico. Die kleine Familie Hofmann wurde dabei nicht nur von den Kameraden vom Löschzug Faurndau beglückwünscht, beteiligt war auch eine Abordnung des Kommandos der Feuerwehr Göppingen, sowie der Göppinger Jugendleitung und ebenfalls eine der Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen, Abt. Echterdingen - die ehemalige Feuerwehr der Braut.Wir wünschen den beiden alles Gute für die gemeinsam Zukunft

Sonderdienst gasbefeuerter Brandübgungscontainer

Bereits im vergangenen Herbst hatte der Löschzug 10 - Faurndau Gelegenheit aufbauend auf die jährlichen Übungen im EnBW-Brandcontainer bei der Feuerwehr Neu-Ulm (BY) für einen Tag den Brandsimulationscontainer des bayrischen Regierungsbezirk Schwaben zu nutzen.  Mit dem LF 10/6 und dem MTW ging es am frühen Samstagmorgen ins rund 60km entfernte Neu-Ulm. Nach einer kurzen Frühstückspause wurde mittels einer sogenannten Flashoverbox die Entwicklung eines Zimmerbrandes von der Entstehung bis zum Vollbrand und dem Löschen des Feuers durch die Feuerwehr simuliert und erklärt. 

Simulation mittels Flashoverbox

Im Anschluss an den Brand im Miniaturformat durfte die Faurndauer Mannschaft selbst zur Tat schreiten und konnte die Übungsanlage in kurzen Einsatzübungen mehrmals durchlaufen. In den Übungen konnten sowohl die Führungskräfte als auch Atemschutzgeräteträger altes Wissen auffrischen und neue Erfahrungen im Umgang mit Ihren Gerätschaften und der Belastung im Brandeinsatz machen. Nach Abschluss des Übungsdienstes und einer kurzen Wachführung auf der hauptamtlichen Feuerwache traten die Faurndauer, um einige Erfahrungen reicher, den Rückweg an, wo sie auch in Zukunft rund um die Uhr zum Schutz der Göppinger Bevölkerung bereit stehen.

Die Freiwillige Feuerwehr Göppingen Löschzug 10 Faurndau, damals noch Freiwillige Feuerwehr Faurndau, wurde im Jahr 1882 vom Schultheißenamtsassistenten Albert Ott gegründet. Die erste Feuerprobe kam bereits ein Jahr später - 1883 - als die Faurndauer Löschjünger mit fünf naheliegenden Wehren den Großbrand der Papierfabrik bekämpfen mussten. Zu dieser Zeit betrug die Stärke der Wehr etwa 150 Mann. Da damals noch kein Hydrantennetz vorhanden war, wurden Kübel und Eimer in einer Kette durch die Hände der Floriansjünger zum Füllen der Handdruckspritze geleitet. Die Alarmierung erfolgte zu jener Zeit über die Rufe des Nachtwächters und das Klingeln der Rathaus- und Kirchenglocken. Etwas später riefen Trompetensignale die Feuerwehrmänner zur Hilfe. Die Wehr verfügte über zwei Feuerspritzen, eine fahrbare und eine tragbare.

Die im Jahre 1910 gebaute Wasserleitung öffnete völlig neue Perspektiven und so wurde erstmals die Mannschaftsstärke reduziert. Wasser mangel und Wassernot waren jetzt endlich behoben. Im Zuge der Motorisierung wurde 1938 die erste Motorspritze, eine TS 8 auf Anhänger, beschafft. Im 2. Weltkrieg wurde die Wehr durch Einberufung eines großen Teils der Mannschaft sehr geschwächt und es wurde eine Alterswehr gegründet, um den Brandschutz einigermaßen zu gewährleisten. Ein selbst umgebautes amerikanisches Heeresfahrzeug wurde 1949 in die Dienste der Faurndauer Wehr übernommen. Durch die vielen Katastropheneinsätze wurden kurz darauf ein KLF (Kleinlöschfahrzeug), zwei TS 8 und drei Kellerpumpen angeschafft. Als Gerätehaus dienten die Räumlichkeiten im alten Rathaus, die 1957 durch das jetzige Feuerwehrgerätehaus ersetzt wurden.

Im Zuge der Modernisierung und durch den Ausfall des amerikanischen Fahrzeugs wurde 1963 ein neues Löschfahrzeug angeschafft. Durch die Ausdehnung der Gemeinde wurde dann Ende 1963 die sogenannte “Weckerlinie” installiert. Unter Leitung von Eugen Joos wurde 1969 ein Tanklöschfahrzeug gekauft, das sogar bis ins Jahr 2000 noch bei jedem Einsatz als erstes Fahrzeug ausrückte. Durch die Zwangseingemeindung 1976 wurde die Feuerwehr Faurndau zum Löschzug 10 der Freiwilligen Feuerwehr Göppingen ernannt. In den Jahren 1980/1981 wurde die gesamte Wehr mit Funkmeldeempfänger ausgerüstet, was dem heutigen Stand der Technik entspricht.

Aktuell besteht der Löschzug Faurndau aus 40 aktiven Mitgliedern, darunter zwei Frauen und wird zu ca. 35 Einsätzen im Jahr alarmiert. Die Jugendgruppe besteht aus 15 Mitgliedern.