Nacht der Toy Pianos

Das Duo "Fifty-Fifty"

Ein Konzert mit Kappeler/Zumthor (Schweiz), Isabel Ettenauer (Österreich) und Fifty-Fifty (Manfred Kniel & Ekkehard Rössle, Deutschland) am Samstag, 24. Februar, erweckt Toy Pianos zum klangvollen Leben.

Das hätte sich der Göppinger Albert Schoenhut (1849 bis 1912) nicht träumen lassen: Das Spielzeugklavier, das der Amerika-Auswanderer ab 1872 in Philadelphia in Serie herstellte, hat sich heute zu einem ernstzunehmenden Musikinstrument entwickelt, das in Pop und Jazz, in Film-Soundtracks („Amélie“) und zeitgenössischer Musik mehr und mehr Verwendung findet. Einer der profiliertesten Komponisten, die für das Toy Piano geschrieben haben, ist Karlheinz Essl aus Klosterneuburg, der österreichischen Partnerstadt Göppingens.

Am Samstag, 24. Februar, findet im Zimmertheater im Haus Illig (Ecke Markt-/Friedrich-Ebert-Straße) ein besonderes Konzert statt, bei dem die Toy Pianos im Mittelpunkt stehen. Es treten drei verschiedene Ensembles auf, die Moderation der Veranstaltung übernimmt der in England lebende Musikjournalist Christoph Wagner. Bill Schoenhut, ein Nachkomme des Göppingers, der die größte Spielwarenfabrik der Welt in Philadelphia auf die Beine stellte, wird aus den USA zu dem Konzert anreisen.

Vera Kappeler (Piano, Toy Piano) und Peter Conradin Zumthor (Schlagzeug) gehören zu den profilierten Namen der Schweizer Jazzszene. Das Duo aus Chur präsentiert eine Musik, die atmosphärisch und poetisch ist, manchmal aber auch aufbrausend klingen kann. Wenn das Spielzeugklavier glockenhelle Töne von sich gibt und Finger auf Weingläsern reiben, um schwirrende Klänge zu erzeugen, spürt man einen Klanghauch aus der Kindheit herüberwehen. Das erste Album des Duos ist beim renommierten ECM-Label erschienen.

Isabel Ettenauer aus St. Pölten in Österreich hat sich nach ihrem Klavierstudium ganz dem Toy Piano gewidmet, das sie mit elektronischen Mitteln verfremdet und seine Klangmöglichkeiten erweitert. Etliche Komponisten der Neuen Musik haben bereits Stücke für die österreichische Tastenmusikerin geschrieben, die bei ihren Aufführungen verschiedene Spielzeugklaviere einsetzt. Ettenauer gilt als die wohl wichtigste Vertreterin des Toy Pianos in Europa. Fifty-Fifty ist das Duo von Manfred Kniel (Schlagzeug, Toy Piano) und Ekkehard Rössle (Saxofon) aus Deutschland. Die beiden haben einen ganz eigenen Stil entwickelt, der sehr kontrolliert und reduziert wirkt, und trotzdem Platz für Improvisation lässt. In Kniels Trommelarsenal findet sich ein Toy Piano, das seinem rhythmischen Spiel eine melodische Dimension verleiht. Ekkehard Rössle, Träger des Jazzpreises von Baden-Württemberg, gilt mit seinem gedämpften Spiel als einer der besten Saxofonisten im Lande.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf im Museum im Storchen zu 20 Euro, an der Abendkasse kosten sie 24 Euro. Reservierungen unter museen@goeppingen.de oder Telefon 07161 650-191.

(Erstellt am 13. Februar 2018)
  

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