Tigerente soll bleiben!

Seit 1996 kommt der Tigerentenclub, die wohl beliebteste Kindersendung im deutschen Fernsehen, aus Göppingen; produziert wird die Sendung im Stauferpark. Nun überlegt der SWR, die Sendung ab 2017 aus Kostengründen in Baden-Baden aufzeichnen zu lassen. In einem offenen Brief, den neben Oberbürgermeister Guido Till auch die fünf örtlichen Landtagsabgeordneten unterschrieben haben, legte das Stadtoberhaupt die Vorteile dar, die sogar unter finanziellen Gesichtspunkten für Göppingen sprechen. Zudem grüßt eine übergroße Tigerente vor dem Rathaus.

Im November 2007 wurden zwei übergroße Tigerenten quasi als „Wegweiser“ zum Produktionsstandort Stauferpark aufgestellt. Eine der beiden Tigerenten steht seit Donnerstagmittag, 15. Mai 2014, vor dem Göppinger Rathaus. Damit soll die Verbundenheit Göppingens mit dem Tigerentenclub auch optisch dargestellt werden.

Der offene Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Intendant,
als verantwortungsbewusste Politiker, für die ein sorgsamer Umgang mit öffentlichen Geldern eine Selbstverständlichkeit ist, begrüßen wir Ihre Bemühungen, die Kosten beim SWR zu senken. Wir unterstützen voll und ganz Ihre Zielsetzung, Ausgaben ohne Abstriche an der Qualität und an der Regionalität unseres baden-württembergischen Senders zu reduzieren.

Gerade deshalb sind wir auch davon überzeugt, dass unsere Argumente für einen Verbleib des Tigerentenclubs im Göppinger Stauferpark angemessen berücksichtigt werden. Denn unter dem Strich kommt, unter Beibehaltung des bewährten Konzepts der beliebtesten Kindersendung im deutschen Fernsehen, eine Produktion in der eigenen Tigerentenclub-Halle wesentlich günstiger als eine Aufzeichnung in Baden-Baden oder an einem anderen Ort:
- Im Göppinger Stauferpark steht eine rund 1.850 m² große Halle ausschließlich für die Produktion der Formate Tigerentenclub und Motzgurke TV zur Verfügung.
- Unter einem Dach befinden sich nicht nur das Studio mit einer Nettofläche von über 500 m², sondern in unmittelbarer Nähe die Aufenthalts- und Sozialräume für die Publikumskinder und Gäste.
- Da das Studio ausschließlich für den Tigerentenclub und für Motzgurke TV genutzt wird, kann die aufwendige 360-Grad-Kulisse ständig stehen bleiben. Es ist deshalb kein teures Personal für Auf- und Abbau der Dekoration notwendig; zusätzliche Lagerkosten fallen ebenfalls nicht an.
- Die Stadt stellt dem SWR diese Flächen seit Jahren kostenlos zur Verfügung und trägt dennoch die Instandhaltungskosten.

Allein diese in viele zigtausend Euro zu beziffernden finanziellen Vorteile sprechen unter Kostengründen für einen Verbleib des Tigerentenclubs in Göppingen.

Hinzu kommen weitere Standortvorteile, die Garant für das erfolgreiche Konzept des Tigerentenclubs sind:
- Der direkt an das Studio angrenzende Spielplatz kann vor der Produktion sowie in den Aufzeichnungspausen von den Publikumskindern genutzt werden. Verzögerungen im eigentlich streng getakteten Ablauf lassen sich nicht gänzlich ausschließen; wie hilfreich der Spielplatz dann zur Überbrückung ist, konnte ich beim „Duell“ eines Göppinger Gymnasiums mit einer Schule aus unserer thüringischen Partnerstadt Sonneberg selber vor Ort erleben.
- Es stehen großzügig PKW-, Omnibus- und LKW-Stellplätze direkt am Produktionsstudio zur Verfügung.
- Die schnelle Erreichbarkeit des Stauferparks ist durch die vierspurig ausgebaute Bundesstraße B 10 und die Autobahn A 8 gewährleistet.
- Der Airport Stuttgart, gerade bei den Showgästen beliebt, ist schnell erreichbar.
- Ein gutes Restaurant liegt in unmittelbarer Nähe zum Produktionsstudio.

Diese umfassenden Infrastrukturvorteile, die die finanziellen Vorteile des Göppinger Stauferparks flankieren, sprechen aus unserer Sicht eindeutig für einen Verbleib des Tigerentenclubs in der bewährten Produktionshalle.

Mit freundlichen Grüßen
Guido Till
Oberbürgermeister

Unterzeichnet von den Landtagsabgeordneten des Landkreises Göppingen Jutta Schiller, MdL, CDU; Jörg Matthias Fritz, MdL, Grüne; Peter Hofelich, MdL, SPD; Nicole Razavi, MdL, CDU; Sascha Binder, MdL, SPD.

  

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