Der Alte Friedhof bei der Oberhofenkirche

Die nächste Folge in der Reihe Stadtgeschichtliche Erkundungen des Geschichtsvereins und Stadtarchivs findet am Mittwoch, 15. August, statt. Margit Haas wird bei einem Rundgang über die heute parkartige Anlage um die Oberhofenkirche aufzeigen, was die dort verbliebenen Grabmonumente von Bürgerinnen und Bürgern Göppingens erzählen können.

Seit dem Zeitalter der bürgerlichen Aufklärung im 18. Jahrhundert erfuhr das einzelne Individuum eine größere Aufmerksamkeit. Dies fand auch seinen Ausdruck auf dem Friedhof – in einer persönlicheren Grabmalgestaltung. An die Stelle einfach gehaltener Grabstelen oder Kreuze traten zunehmend Grabsteine, deren Inschrift uns die verstorbene Person näher vorstellt. Das individuelle Grab zeichnet auch die Wahl des Materials aus. Anders als in jüngster Zeit, in der der Verstorbene bei einer anonymen Bestattung in einem Urnenhain keinen individuellen Ruheort mehr besitzt, war im 19. und im 20. Jahrhundert das Andenken an die Toten immer an einen festen Ort gebunden. Der Friedhof war im gesellschaftlichen Leben fest verankert. Das Grabmal war ein öffentlich zugänglicher Ort der Begegnung und Trauer. Es trug auch dazu bei, dass man nicht so schnell vergessen wurde.Da Göppingen im 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung rasch wuchs, wurde der im Mittelalter angelegte Begräbnisplatz 1867 um die doppelte Fläche nach Norden erweitert. Allerdings war er am Ende des 19. Jahrhunderts schon wieder zu klein. Nun wurde außerhalb der Stadt an der Hohenstaufenstraße ein neuer Begräbnisplatz angelegt. 1903 fand dort die erste Beisetzung statt. Aber damit war der Friedhof bei der Oberhofenkirche keineswegs geschlossen. Noch für Jahrzehnte fanden Verstorbene auf dem jetzt „Alter Friedhof“ genannten Begräbnisplatz ihre letzte Ruhestätte, sofern das Grab bereits erworben war bzw. es sich um ein Familiengrab handelte und ein Ehepartner noch am Leben war. Der Rundgang beginnt um 18 Uhr. Treffpunkt ist am Hauptportal der Oberhofenkirche. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro pro Person. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb ist die Anmeldung beim Stadtarchiv Göppingen unter Telefon 07161 650-9911 oder stadtarchiv@goeppingen.de erforderlich.

  

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