Förderbescheid für Integrationsmanagerinnen

Damit Geflüchtete in der Göppinger Anschlussunterbringung nachhaltig dazu befähigt werden, sich selbstständig in der Stadtgesellschaft zurechtzufinden, wurden zum 1. Februar 2018 sieben Integrationsmanagerinnen – zunächst befristet auf zwei Jahre – bei der Stabsstelle Migration und Teilhabe eingestellt. Ein entsprechender Förderbescheid erreichte aktuell Erste Bürgermeisterin Almut Cobet.

„Ich freue mich sehr, dass das Ministerium für Soziales und Integration unsere neu eingerichteten Stellen im Rahmen des Paktes für Integration zu 100 Prozent finanziert. Unsere überaus engagierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Integrationsmanagements leisten hervorragende Arbeit. Wir erhalten erstmals vertiefte Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Geflüchteten vor Ort.“, so Cobet. Als Kernelement des Paktes für Integration fördert das Land eine flächendeckende und individuelle Sozialberatung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Die Integrationsmanagerinnen arbeiten dabei nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Geflüchtete Menschen sollen in ihrer Selbstständigkeit gestärkt und durch den Rückgriff auf lokale Strukturen bereits möglichst früh in die (Göppinger Stadt-) Gesellschaft integriert werden. Auf Basis dieser professionellen Sozialbegleitung werden gezielt Maßnahmen für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten in die Wege geleitet. Auch für die laufende Integrationsplanung gibt das Integrationsmanagement wichtige Impulse. Insgesamt werden 834 Klienten durch die Integrationsmanagerinnen betreut. Über 43 Prozent konnten bisher in persönlichen Beratungs- und Betreuungsgesprächen konkrete Hilfen erfahren. Die Integrationsmanagerinnen stehen daher stets im Austausch mit allen Akteuren rund um das Thema Integration. Es kann auf ein umfassendes Netzwerk aus Ehrenamtlichen, Vereinen, Institutionen und Einrichtungen mit spezifischen Beratungsangeboten zurückgegriffen werden, um eine ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten. Das Integrationsmanagement bietet Sprechzeiten und individuelle Gesprächstermine in den Büros im Bürgerhaus an, wird aber auch aufsuchend tätig. Mehrsprachige Informationen und Ansprechpartner sind im neuen Flyer „Integrationsmanagement der Stadt Göppingen“ und auf der Homepage der Stadt Göppingen unter „Unsere Stadt/Migration und Teilhabe/Integrationsmanagement“ zu finden.

Auszeichnung für Integrationsmanager/-innen

Unser Bild zeigt Erste Bürgermeisterin Almut Cobet, Prof. Tim Brüggemann (FHM) und das Team der Stabsstelle Migration und Teilhabe einschließlich des Integrationsbeauftragten Timo Meuser und der Flüchtlingsbeauftragten Petra Rothfuß bei der Zertifikatsübergabe. 

Am vergangenen Donnerstag, 7. Juni, fand im Bürgerhaus die feierliche Übergabe der Zertifikate für die erfolgreich absolvierte Qualifizierung der städtischen Integrationsmanagerinnen durch Professor Tim Brüggemann, Prorektor der Fachhochschule des Mittelstandes mit Hauptsitz in Bielefeld, statt. Die vorangegangene einwöchige Qualifizierungsmaßnahme, die im Februar 2018 von der Fachhochschule des Mittelstandes vor Ort in Göppingen durchgeführt wurde, umfasste alle mit der Arbeit der Integrationsmanagerinnen verknüpften Themenfelder wie zum Beispiel Asyl- und ausländerrechtliche Grundlagen, Maßnahmen und Angebote der Regeldienste und Einrichtungen, Angebote der Anerkennungsberatung für im Ausland erworbene Abschlüsse, Arbeitsmarktintegration, Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen sowie vor allem auch die Grundlagen der Beratungsarbeit und des Case-Managements. „Damit unsere Integrationsmanagerinnen den Kern ihrer Arbeit, nämlich die Beratung und Begleitung ihrer Klienten, erfolgreich gestalten können, war es uns wichtig, unseren neuen Mitarbeiterinnen passende Werkzeuge an die Hand zu geben. Daher haben wir uns sehr um eine umfassende Qualifizierung bemüht, die alle Themenbereiche des Integrationsmanagements abdeckt“, betont Erste Bürgermeisterin Almut Cobet. Mit der Fachhochschule des Mittelstandes habe man einen professionellen und kompetenten Partner für die Durchführung der Schulung gewinnen können. Die städtischen Integrationsmanagerinnen sieht Erste Bürgermeisterin Cobet für die vielfältigen Herausforderungen, die das Integrationsmanagement mit sich bringt, gut gerüstet und wünscht den Mitarbeiterinnen auch für die kommenden Aufgaben weiterhin viel Erfolg.

  

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