Tauben füttern ist verboten

Die Stadt Göppingen appelliert an die Bevölkerung keine Tauben zu füttern. Mit einer Plakataktion wird an besonders belasteten Standorten auf die Problematik des Fütterns hingewiesen.

„Die Tauben vermehren sich explosionsartig aufgrund des Nahrungsüberangebotes und verkoten die Innenstadt, auch Ratten werden durch Futter verstärkt angelockt“ begründet Oberbürgermeister Guido Till die Aktion. Wer trotzdem Tauben füttert, dem droht ein Bußgeld. Taubenfüttern mag gut gemeint sein, doch dadurch vermehren sich die Vögel unkontrolliert. „Beschwerden über den Störfaktor Tauben gab es aus der Vergangenheit bis zum heutigen Tage“, erläutert Oberbürgermeister Till, „und Aufklärung über die falsch verstandene Tierliebe ist ein wesentlicher Schritt, um die Taubenpopulation zu beschränken und unsere Stadt sauberer zu halten“. Denn die Vögel sind überall dort vorhanden, wo in Stadtgebieten verwinkelte Gebäudeecken als Nistmöglichkeit und vor allem gesicherte Nahrungsquellen über menschliche Nahrungsreste vorzufinden sind – an Imbissbuden, Straßencafés und allgemein in Fußgängerzonen. Vereinzelt wird hier trotz Fütterungsverbot gezielt gefüttert. In Göppingen ist primär die Innenstadt um das Gebiet Marktstraße, die Hauptstraße mit angrenzenden Stadtplätzen, die Bleichstraße und das Bahnhofs- und ZOB-Umfeld betroffen. Je mehr Nahrung die Tauben von den Menschen bekommen, desto unkontrollierter vermehren sich die Vögel und verschmutzen die Innenstädte. Rund zwölf Kilogramm Mist produziert eine Taube pro Jahr. Die Vögel sind sehr gut in der Lage, sich schnell an veränderte Lebensbedingungen anzupassen und nehmen gerne zusätzliche Nahrungsangebote an. Unter optimalen Bedingungen kann ein Taubenpaar bis zu zehn Junge im Jahr zeugen. Um dies zu reduzieren, muss man den Vögeln die üppigen Nahrungsangebote entziehen. Dann sind sie gezwungen, mehr Zeit in die natürliche Suche nach Futter zu investieren – und haben weniger Zeit zum Brüten. In Parkanlagen oder stark baumbestandenen Grünzonen halten sich Tauben in der Regel nicht auf, da sie dort Fressfeinde vermuten und vor allem das Futterangebot auf Normalmaß reduziert ist.

  

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