Vorträge zu Holzheim und Maitis

In einer im Herbst 1143 ausgefertigten Pergamenturkunde tauchen erstmals die Ortsnamen der heutigen Stadtbezirke Holzheim und Maitis auf. Inhalt dieses Dokuments ist die Stiftung des Klosters Anhausen an der Brenz. Zwei Vorträge am 22. und 24. Oktober beleuchten die Historie.

Als der Augsburger Bischof Walther im Herbst 1143 das Kloster Anhausen mit zahlreichen Gütern ausstattete, nannte er in der Urkunde auch Güter in Holzheim und in „Matheshowe“ (Maitis). Gestiftet wurde die Mönchsniederlassung von den Adligen Manegold, Adalbert, Ulrich und Walther, die von namhaften Forschern als Mitglieder einer staufischen Seitenlinie betrachtet werden. Die Urkunde ist damit ein wertvolles lokalgeschichtliches Indiz für Begüterungen des staufischen Hauses im Göppinger Raum. 1939 wurde Holzheim nach Göppingen eingemeindet; Maitis wurde 1972 in die Stadt Göppingen eingegliedert.

Am Montag, 22. Oktober, um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Maitis behandelt Hans Boxriker die Urkunde von 1143 mit der Güterausstattungsliste des Klosters Anhausen, in der Maitis als „Mateshowe“ erstmals erwähnt wird. In diesem Zusammenhang wird das lokale historische Umfeld beleuchtet, auf das mutmaßliche Alter von Maitis eingegangen und die Entwicklung vom Einzelhof zum Weiler nachgezeichnet. Der zweite Teil des Vortrags befasst sich mit dem Maitiser Waldstreit um 1800 und der jahrhundertealten Rivalität zwischen dem von Bauern bewohnten Ortsteil „Weiler“ und dem ab dem 16. Jahrhundert nach und nach angewachsenen Ortsteil „Gänswasen“ („Geeswasa“), welcher mit Söldnern, Taglöhnern und Handwerkern besiedelt war.

Zu einem Streifzug durch die Ortsgeschichte in Bildern am Mittwoch, 24. Oktober, um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Holzheim unter dem Motto „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ lädt Dipl.-Archivar Martin Mundorff vom Stadtarchiv Göppingen. Entlang ausgewählter Bilddokumente skizziert der Referent die Entwicklung Holzheims vom kleinen Bauerndorf in der Stauferzeit zum modernen Göppinger Stadtbezirk von heute. Bei dieser kleinen Zeitreise wird deutlich, dass in Holzheim „die Zeit nie stehen geblieben ist“. Geschehnisse, oftmals auch mit überregionalem Hintergrund, prägten die Menschen und das Ortsbild. Zur Verwaltungseinheit Holzheim gehören drei Teilorte. Der Blick auf das bis ins Mittelalter schriftlich belegbare St. Gotthardt sowie auf Manzen und Ursenwang, die beiden Neubausiedlungen der Nachkriegszeit, wird daher nicht ausgespart.

(Erstellt am 09. Oktober 2018)
  

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