Ortsgeschichte

Burg Hohenstaufen

Die Entstehung des im Jahr 1206 erstmals schriftlich erwähnten Ortes ist in engem Zusammenhang mit der gleichnamigen Burg zu sehen. Man kann davon ausgehen, dass die Ortschaft als Marktzentrum und Handwerkersiedlung nach der Erstellung der Burg Hohenstaufen entstanden ist. Der Burgenbau auf dem Berg, der wegen seiner kegelförmigen Beschaffenheit die Bezeichnung "Stauf" erhielt und mit 684 m NN höchster Punkt der Göppinger Markung ist, geschah um 1070. Bauherr war Friedrich von Büren, der 1079 Herzog von Schwaben wurde. Aus dem Jahr 1181 ist der Aufenthalt des Kaisers Friedrich I. Barbarossa "in Castro Stauff" belegt. Im Gefolge des Bauernkriegs im Jahr 1525 wurde die Burg niedergebrannt, die Ruinen dem Verfall preisgegeben. In Grabungskampagnen in den Jahren 1936–1938 und 1967–1971 wurden die heute sichtbaren Burgfundamente ausgegraben und gesichert.

Pfarrkirche St. Jakob

Am Fuße des Hohenstaufen steht die Pfarrkirche St. Jakob aus dem 15. Jahrhundert. Mit der aufkeimenden Stauferbegeisterung im 19. Jahrhundert bildete sich 1833 ein Verein, der sich um den Ausbau des alten Gotteshauses zu einer Staufer-Gedenkstätte bemühte. Von seiner Arbeit kündet der reiche heraldische Schmuck der Außenfassade des alten Jakobkirchleins, für das sich die Bezeichnung "Barbarossakirche" einbürgerte.

Rechtliche Sonderstellung

In einem Dokument des Hohenstaufener Archivs aus dem Jahre 1619 sind althergebrachte Rechte der Dorfgemeinschaft aufgezeichnet, die sich in ähnlicher Form meist nur in Reichsstädten finden. Zu diesen Rechten, die in enger Verbindung mit der Reichsburg Hohenstaufen zu sehen sind, gehören u.a. Freiheit von Leibeigenschaft und Freiheit des Grundeigentums, Gewerbe- und Schankfreiheit, Markt– und Bauholzrecht sowie Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit. Auch nach dem neuerlichen Anschluss der Pfandschaft Staufen an Württemberg im Jahre 1470 und der damit einhergehenden Eingliederung in den Göppinger Amtsbezirk finden sich immer wieder Hinweise auf ein eigenständiges "Amt Staufen", das mit der Angabe" Der Markt Staufen und die Dörfer, Weiler und Höhe, die an den Berg Hohenstaufen gehören", näher umrissen wird. Die rechtliche Sonderstellung Hohenstaufens endet endgültig mit dem Ende des Alten Reichs 1805/06.

Die Hanglage der alten Handwerkersiedlung erwies sich als nachteilig für die Landwirtschaft, eine herausragende Stellung nahm im 19. Jahrhundert lediglich die Schafzucht ein. Weit verbreitet war in dieser Zeit auch das Weberhandwerk; zahlreiche Weber dürften dabei für die jüdischen Verleger in Jebenhausen gearbeitet haben. Mit dem Anbruch des Fabrikzeitalters im Filstal nahmen viele Bewohner die Lohnarbeit in den mechanischen Webereien und Spinnereien auf.

Eingemeindung

Einen Einschnitt markiert das Jahr 1971, als im Zuge der allgemeinen Verwaltungsreform die Ortschaft mit Ausnahme der Höfe im Ottenbacher Tal in die "Hohenstaufenstadt Göppingen" eingemeindet wurde. Der Stadtbezirk Hohenstaufen zählt heute rund 1.200 Einwohner und ist ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel.

  

Ansprechpartner

Ute Braun
07161 650-15510
UBraun@goeppingen.de

Kontakt

Fon 07161 650-15511
Fax 07161 650-15509
hohenstaufen@goeppingen.de

Bezirksamt

Bezirksamt online

Öffnungszeiten

Montag 8 bis 13 Uhr
Dienstag 8 bis 12 Uhr
Mittwoch 8 bis 12 Uhr
Donnerstag 13:30 bis 18 Uhr
Freitag 8 bis 12 Uhr

Anschrift

Bezirksamt Hohenstaufen
Reichsdorfstraße 34
73037 Göppingen-Hohenstaufen