Ortsgeschichte

In Urkunde 1206 erwähnt

Der Ortsname Jebenhausen wird erstmals schriftlich als "lebenhausen" in einer 1206 ausgestellten Urkunde des von den Staufern gegründeten Prämonstratenserklosters Adelberg erwähnt. Das Dorf gehörte im späten Mittelalter verschiedenen Herrschaften, bis im Jahr 1467 die Freiherren von Liebenstein alleinige Ortsherren wurden. An Stelle einer älteren Burg ließ Philipp Albrecht von Liebenstein 1686 in der Talaue ein neues Schloss erbauen. Die neue Dorfkirche wurde bereits 1506/07 im spätgotischen Stil errichtet. Mit dem Wechsel der Ortsherrschaft zum protestantischen Glauben 1559 wurden die Untertanen von Jakob Andreä reformiert.

Guter Ruf als Sauerbrunnenbad

Bis ins 18. Jahrhundert war Jebenhausen durch den guten Ruf seines Sauerbrunnenbades weithin bekannt. Erst durch die Verschüttung einer Sauerwasserquelle und die Konkurrenz anderer Bäder wurde das Ende des Kurbetriebes eingeläutet; damit fehlte eine wichtige Finanzquelle. In der ehemaligen, 1610 erbauten Badherberge, befindet sich seit 1970 das Städtische Naturkundliche Museum.

Jüdische Siedlung

1777 wurde in Jebenhausen eine jüdische Siedlung gegründet, die fast die Einwohnerzahl des alten Christendorfs erreichte. Während Juden im umliegenden württembergischen Gebiet damals unerwünscht waren, hatte sich die reichsritterschaftliche Ortsherrschaft zur Ausgabe eines Judenschutzbriefes entschlossen – nicht zuletzt um neue Einnamequellen zu erschließen und die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes zu fördern.

Wechsel vom Bauerndorf zum Arbeiterdorf

Mit der Gründung des Königreichs Württemberg 1806 verloren die kleinen Herrschaften wie die Familie von Liebenstein ihren Status; Jebenhausen war fortan ein württembergisches Dorf. Mit der Industrialisierung erfolgte der Wechsel vom Bauerndorf zum Arbeiterdorf. Viele Einwohner pendelten in die Fabriken der benachbarten Industriestadt Göppingen, in die Jebenhausen 1939 eingegliedert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl des Stadtbezirks rasch an. Zunächst fanden hier viele der in Göppingen eintreffenden Flüchtlinge und Heimatvertriebene ein neues Zuhause. Damals sorgte die Erschließung von Neubaugebieten am Wasen und Vorderen Berg für weiteren Zuzug. Während Jebenhausen um 1900 etwas über 1.000 Einwohner zählte, sind es heute rund 4.400 Menschen. Außerdem wurde in Jebenhausen ein kleines Gewerbegebiet erschlossen.

  

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