Leuchtfeuer der Hoffnung

„Der Maientag 2021 ist nicht der Maientag, den wir gewohnt sind und sicher nicht der Maientag, den wir uns wünschen“, räumte Oberbürgermeister Alex Maier in seiner Maientagsansprache ein: „Ja, es findet nicht der übliche Maientag statt. Aber der Maientag findet statt!“ Das Stadtoberhaupt wertete den diesjährigen Nationalfeiertag Göppingens als „Maientag der Hoffnung“ – nicht mehr allein ein Friedensfest, sondern ein Fest als deutliches Zeichen dafür, dass wir alles überstehen, wenn wir zusammenstehen.“ OB Maier warb dafür, das „Leuchtfeuer der Hoffnung als Startpunkt für ein neues Selbstbewusstsein, eine neue Offenheit und ein neues Miteinander“ zu begehen.

Zum ersten Mal eröffnete OB Maier den „Göppinger Nationalfeiertag“ – ohne Rummel, Festzelt und ohne Festumzug. „Es sind manchmal die kleinen Rituale, die uns am meisten fehlen. Vielleicht nicht mal bewusst, aber sie fehlen“, so das Stadtoberhaupt. „Aber das ist es nicht, was den Maientag wirklich ausmacht. Der Maientag ist ein Friedensfest, ein Heimat- und Kinderfest und es ist ein Fest der Menschlichkeit.“ Auch wenn der 30-jährige Krieg in keinster Weise mit der Corona-Pandemie zu vergleichen sei, bräuchten wir die Hoffnung, die der Maientag ausstrahle. Der Maientag mache die Probleme nämlich nicht schlimmer, sondern sei ein Signal: „Ein Signal, dass wir trotz all den furchtbaren Dingen, die geschehen - in Göppingen, in Deutschland, auf der ganzen Welt - trotzdem auch noch Spaß haben dürfen und sollen.“ Oberbürgermeister Alex Maier zitierte Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit den Worten: „Die Hoffnung führt uns weiter als die Furcht.“ In der Krise zeige sich der Charakter, und von diesem zeigte sich OB Maier „beeindruckt. Bei den meisten hat sich nämlich eine Charakterstärke gezeigt, die man in dem Ausmaß nicht voraussetzen kann. Wie viel manche ausgehalten haben und dabei trotzdem noch die Kraft fanden, sich für ihre Mitmenschen reinzuhängen. Das ist einfach unglaublich und das ist es auch, was mir wirklich Hoffnung gibt.“

Göppingen sei auf einem guten Weg oder bewege sich zumindest auf diesen zu. Wenn wir offen seien für Innovation, für neue Wege, dann würden wir aus dem Strukturwandel, aus dem Transformationsprozess stärker raus kommen als wir reingegangen seien. An vielen Stellen sei auch ein Wandel im Denken nötig: „Den Satz ‚Das haben wir schon immer so gemacht‘ müssen wir aus unserem Vokabular streichen! Nicht, weil wir bisher etwas schlecht gemacht hätten, im Gegenteil. Aber in der Geschichte war es schon immer so, dass die Probleme der Zukunft nicht mit Lösungen der Vergangenheit bewältigt werden konnten.“ Auch in der 4. Industriellen Revolution könnten wir Göppinger/-innen vorangehen und nicht nur am Ende ein paar Krümel vom Tisch der Moderne aufzulesen. Das gelte auch für den Klimawandel. Zwar könne Göppingen nicht das Weltklima retten, aber zumindest seinen Teil beitragen. Die Ressourcen seien begrenzt, genau wie der Platz, der noch zur Verfügung stehe. Deshalb könne es in einer endlichen Welt nun mal kein unendliches Wachstum geben.

„Ich will lieber ein wenig mehr Selbstbewusstsein und ja, auch Begeisterung für unsere Stadt“, leitete der Oberbürgermeister zu einem anderen Thema über. Er wolle keine Arroganz und keinen plumpen Lokalpatriotismus, der andere abwerte, aber Akzeptanz für unsere Stadt: „Wir sind Göppingen! Eine Stadt mit einer langen Geschichte voller Höhen und Tiefen. Die Stadt der Staufer und des Hohenstaufen, die Stadt zweier Stadtbrände und des Klassizismus, die Stadt von Märklin, Schuler, Mink oder TeamViewer, die Stadt von Frisch Auf, vom GSV, der Turnerschaft und vielen mehr. Wir sind die Stadt mit dem größten Operetten-Festival Süddeutschlands und mit einem der ältesten und größten Amateurtheater-Festivals Europas. Wir sind die Stadt mit einer der angesehensten Kunsthallen Baden-Württembergs und der vermutlich besten Big Band Deutschlands. Wir sind die Stadt der größten protestantischen Renaissancekirche Europas genauso wie die Stadt einer der bedeutendsten spätromanischen Kirchen Süddeutschlands. Aber auch die Stadt der Vielfalt mit Menschen aus über 120 Nationen.“

  

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