60 Jahre Jugendverkehrsschule

„Es ist eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe, unsere Kinder bestmöglich auf den täglichen Straßenverkehr vorzubereiten, damit sie sich unfallfrei bewegen können“, blickt Oberbürgermeister Guido Till auf das 60-jährige Bestehen der Jugendverkehrsschule am Mittwoch, 15. Juli.

Bereits im Sommer 1960 wurde der Jugendverkehrsgarten eingeweiht, und  angesichts der stetig wachsenden Verkehrsdichte ist die Verkehrsausbildung von Kindern heute genauso wichtig wie zu Gründungszeiten. Die Ausbildung in der Jugendverkehrsschule, gleich neben der Albert-Schweitzer-Schule gelegen, macht die Grundschüler/-innen der vierten Klassen mit den wichtigsten Verkehrs- und Verhaltensregeln im Straßenraum vertraut. Sie bietet die wichtigste Möglichkeit, das Verhalten im Straßenverkehr praktisch zu üben. „Die Jugendverkehrsschule nimmt daher eine ganz zentrale und unverzichtbare Funktion beim Thema ‚Verkehrssicherheit für Kinder‘ ein“, unterstreicht OB Till die Bedeutung der Einrichtung.„Nach einem theoretischen Unterrichtsteil an den jeweiligen Schulen sind die Kinder im Regelfall an vier Tagen für jeweils zwei Stunden auf dem Platz, um fit für den Straßenverkehr zu werden und sich auf die abschließende Prüfung vorzubereiten,“ berichtet Polizeioberkommissar Bernd Steinwand vom Polizeipräsidium Ulm, Referat Prävention, der den Unterricht gemeinsam mit Polizeikommissarin Anja Schwendemann durchführt. Wird diese Prüfung bestanden, erhalten die Kinder einen Fahrradführerschein, einen Aufkleber und für besondere Leistungen einen Fahrradwimpel der Stadt Göppingen. Um die 100 Klassen aus der Hohenstaufenstadt und den umliegenden Landkreiskommunen mit 2.000 Schüler/-innen durchlaufen die Jugendverkehrsschule normalerweise – in diesem Jahr sind es Corona-bedingt natürlich viel weniger, wie alle Verantwortlichen bedauern.Zum 50-jährigen Jubiläum, also vor genau zehn Jahren, hat die Stadt Göppingen als Eigentümerin die Anlage grundlegend erneuert. Für rund 720.000 Euro wurde das Unterrichtsgebäude neu errichtet, mit ebenerdigen und damit barrierefreien Unterrichtsraum, der sich nach Osten zum parkähnlichen Freigelände, dem eigentlichen Jugendverkehrsgarten, hin öffnet. Büro- und Sozialräume befinden sich im Obergeschoss. Im Freigelände gibt es ein „Straßennetz“ mit den wichtigsten Verkehrszeichen und einer Ampel, um die Kinder realitätsnah auf den Verkehr vorzubereiten. Im Oktober 2018 investierte die Stadt Göppingen weitere 4.800 Euro und stattete ihre Einrichtung mit 18 neuen Fahrrädern aus. Diese, auf Empfehlung der Verkehrswacht angeschafften Zweiräder entsprechen ganz besonders den Anforderungen der Fahrausbildung, die übrigens von erfahrenen Polizeibeamten durchgeführt wird. Die jüngste Verkehrsstatistik für den gesamten Landkreis Göppingen bestätigt den Erfolg der Jugendverkehrsschule: Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern als Beteiligte sank im vergangenen Jahr 2019 auf 144 und lag damit um zehn niedriger als im Jahr 2018 und 16 unter dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre.

  

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