Eröffnungsbilanz

Das Vermögen der Hohenstaufenstadt zum Stichtag 1. Januar 2011 belief sich auf genau 382.022.135,41 Euro. "Unser neues Haushaltssystem, zu dem auch die Eröffnungsbilanz zählt, schafft mehr Transparenz und ist damit Grundlage für ein verantwortungsbewussteres Handels der städtischen Gremien", begrüßt Oberbürgermeister Guido Till das Zahlenwerk, das am 24. November 2011 dem Verwaltungs- und Finanzausschuss sowie am 1. Dezember 2011 dem Gemeinderat vorgelegt wurde.

Bis zum Jahr 2016 müssen die Kommunen in Baden-Württemberg ihr Haushalt von der Kameralistik auf Doppik umgestellt haben, bis 2018 ist die erste Bilanz vorgeschrieben. Göppingen hat das neue kommunale Haushaltsrecht bereits zum 1. Januar 2011 eingeführt und am heutigen Donnerstag, 24. November 2011, die Eröffnungsbilanz vorgelegt. „Ich bin sehr stolz, das wir nach Bruchsal, neben Stuttgart und Esslingen zu den ersten Städten im Land gehören, die diese Umstelung vollzogen haben“, dankt OB Till allen an dem „Kraftakt“ Beteiligten. Allein in das Teilprojekt „Vermögensbewertung/Bilanz“ sind in den letzten dreieinhalb Jahren 14.120 Arbeitsstunden investiert wurden, das entspricht 8,6 Vollzeitstellen. Immerhin musste das gesamte Vermögen der Stadt, also Straßen und Wege, Gebäude und unbebaute Grundstücke, Einrichtungsgegenstände und Kunstwerke, Fahrzeuge und Forderungen etc. bewertet werden. Bei Waldflächen beispielsweise wurden Pauschalsätze nach der Gemeindehaushaltsverordnung (GemHVO) des Landes zu Grunde gelegt, nämlich 2.600 Euro pro Hektar als Grundstückswert und 7.200 Euro pro Hektar als Aufwuchswert. Grundstücke wurden nach der Hauptnutzung bewertet; bei den Gebäuden wurden die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten zu Grunde gelegt. Auch die Bewertung der neueren Straßen erfolgte grundsätzlich nach den Herstellungskosten; vor 2002 gebaute Straßen wurden in fünf unterschiedliche Kategorien mit unterschiedlicher Nutzungsdauer eingeteilt und anschließend nach den Bewertungssätzen für die Erschließungsbeitragsfestsetzung bewertet.

Vermögen

Summa summarum ergab sich ein Vermögensbestand zu Jahresbeginn von etwas mehr als 382 Millionen Euro. Die Hauptanteile machen das Infrastrukturvermögen mit fast 143 Millionen Euro (vor allem Straßen Wege und Plätze mit fast 108 Millionen Euro, Brücken und Tunnel mit 23,5 Millionen Euro sowie Friedhöfe mit 2,8 Millionen Euro) und bebaute Grundstücke mit gut 99 Millionen Euro ( Kultur-, Sport- und Gartenanlagen inklusive Spielplätze fast 44 Millionen Euro, Schulen mit 27 Millionen Euro, Dienstleistungsgebäude mit 18,6 Millionen Euro, soziale Einrichtungen inklusive Kindertagestätten fast 8,5 Millionen Euro) aus. Der Wert der unbebauten Grundstücke belief sich auf gut 24 Millionen Euro. Das Wertpapiervermögen zu Jahresbeginn belief sich auf 33 Millionen Euro, Ausleihungen und Forderungen addieren sich auf 34 Millionen Euro, und Unternehmensanteile (an der Wohnbau GmbH Göppingen) summieren sich auf knapp 20 Millionen Euro. Vergleichsweise bescheiden nehmen sich dagegen die Maschinen und Anlagen mit knapp 3,2 Millionen Euro sowie die Kunst- und Kulturgüter mit gut einer Million Euro aus. Diese Vermögenswerten sind finanziert vor allem über ein Basiskapital von gut 247,5 Millionen Euro (entspricht 64,8 Prozent), Zuweisungen von gut 90,5 Millionen Euro (23,7 Prozent) und einer Kreditaufnahme von gut 37 Millionen Euro (15,5 Prozent).

Typ Name Datum Größe
pdf Eroeffnungsbilanz GP 2011.pdf 06.07.2012 897 KB

  

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