Ortsgeschichte

Erste Erwähnung

Bartenbach wurde erstmals 1260 in einer Urkunde des Klosters Lorch erwähnt. Aussteller waren die in staufischen Diensten stehenden Reichsschenken von Limpurg, die um 1230 als Erbauer der Wäscherburg zu betrachten sind. In nachstaufischer Zeit fanden sich eine Reihe von Familien und geistlichen Institutionen mit Besitzrechten, ehe sich Württemberg und Rechberg beziehungsweise Degenfeld als tonangebende Herrschaften im Ort stabilisierten.

Das älteste Gebäude am Ort

Ein erster Hinweis auf eine Kirche im Ort führt in die Zeit um 1360/70, als Bartenbach in einem Steuerregister des Bistums Konstanz als Filial der Göppinger Oberhofenkirche genannt wird. Hinweise auf den heutigen Kirchenbau weisen in das Jahr 1651, als die Bartenbacher das im Dreißigjährigen Krieg abgebrannte Gotteshaus wieder aufbauten. Da die Bauausführung entsprechend den damaligen Möglichkeiten eher dürftig war, wurde wegen drohender Einsturzgefahr 1765 bis 1767 ein weitgehender Neubau der Dorfkirche erstellt, die nach dem Bau des evangelischen Gemeindezentrums 1972 bis 1974 heute der armenischen Gemeinde für gottesdienstliche Zwecke zur Verfügung steht

Bevölkerungsschübe im 19. Jahrhundert und nach dem Krieg

Eine entscheidende Zäsur im dörflichen Leben stellte der Beginn der Industrialisierung des Filstals im 19. Jahrhundert dar. Viele Bartenbacher fanden nun Arbeit in den Fabriken der nahegelegenen Oberamtsstadt Göppingen. Auch zogen die dort gegründeten Firmen viele Arbeitskräfte aus entlegenen Gegenden an, die sich in Bartenbach niederließen. Die bis heute andauernde Entwicklung zur Pendlergemeinde setzte ein. Einen bedeutsamen Schub in der Bevölkerungsentwicklung setzte in den Jahren nach 1945 ein, als zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene hier eine neue Bleibe fanden. Am 1. Juli 1956 wurde Bartenbach nach Göppingen eingemeindet und bildet seither einen eigenen Stadtbezirk der Hohenstaufenstadt. Bartenbach zählt heute etwa 3.900 Einwohner.

Bedeutende Altenpflegeeinrichtung am Ort

Nicht aus dem heutigen Ortsbild wegzudenken ist die Altenhilfeeinrichtung "Wilhelmshilfe". Mit Unterstützung der Stadt Göppingen entstanden in den 60-er und 70-er Jahren großzügige Bauten für die Betreuung und Versorgung von Senioren und Pflegebedürftigen. An diesem Standort hat die "Wilhelmshilfe" -der größte Arbeitgeber vor Ort- einen Neubau erstellt, welcher im Sommer 2010 bezogen wurde.

Lerchenberg und Krettenhof

Ihren ländlichen Charakter haben die zum Stadtbezirk gehörigen Weiler Lerchenberg und Krettenhof bis zum heutigen Tag bewahrt. Sowohl das 1357 erstmals schriftlich erwähnte Lerchenberg als auch der 1265 in einer Urkunde des Klosters Lorch erstmals genannte Krettenhof dürften einst dem Einflussbereich der Burg Hohenstaufen zugehört haben.

  

Bezirksamtsleitung

Frank Muschalla
07161 650-15110
FMuschalla@goeppingen.de

Kontakt

Fon 07161 650-15105
Fax 07161 650-15109
bartenbach@goeppingen.de

Bezirksamt

Bezirksamt online

Sprechzeiten

Montag 8 bis 13 Uhr
Dienstag 8 bis 12 Uhr
Mittwoch 8 bis 12 Uhr
Donnerstag 13.30 bis 18 Uhr
Freitag 8 bis 12 Uhr

Derzeit nur nach vorheriger Terminvereinbarung.

Anschrift

Bezirksamt Bartenbach
Brunnenstraße 5
73035 Göppingen-Bartenbach