Wer erhebt was?

Foto: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2020

Für den Zensus arbeiten die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder mit den Erhebungsstellen und deren Erhebungsbeauftragten zusammen.

Statistische Ämter des Bundes und der Länder

Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder erfüllen gemeinsam die Aufgaben der amtlichen Statistik in Deutschland. Als neutrale, objektive und wissenschaftlich unabhängige Institutionen informieren sie über gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und ökologische Strukturen, Zusammenhänge und Entwicklungen und zeigen politische Handlungsfelder auf. Mit der Erhebung, Aufbereitung und Veröffentlichung statistischer Daten werden sie dem Grundrecht auf Information gerecht und liefern eine wichtige Basis für demokratische, faktenbasierte Entscheidungsprozesse.

Erhebungsstellen

In der Vorbereitungszeit des Zensus werden in den Kommunen Erhebungsstellen eingerichtet. Die Erhebungsstellen kümmern sich eigenverantwortlich um die Anwerbung, Betreuung, Schulung und Koordination der Erhebungsbeauftragten. Sie bilden Erhebungsbezirke und teilen die Erhebungsbeauftragten dort ein. Die Qualität der Erhebungen und der Datenschutz werden von den Erhebungsstellen fortlaufend sichergestellt. Zudem liegt die Kontrolle der Erhebungsunterlagen genauso in ihrem Verantwortungsbereich wie die Kontaktaufnahme mit säumigen auskunftspflichtigen Bürgerinnen und Bürgern, sodass am Ende die Erhebungsunterlagen vollständig an das Landesamt übermittelt werden können.

Erhebungsbeauftragte

Erhebungsbeauftragte führen die Befragungen vor Ort durch. Sie besuchen die in der Stichprobe ausgewählten Adressen und erfassen die Daten mit einem (Online-) Fragebogen. Die Voraussetzungen für den Einsatz als Erhebungsbeauftragter sind gesetzlich festgelegt. Alle Bewerber werden von den Erhebungsstellen in den Kommunen nach den festgelegten Auswahlkriterien geprüft und im Zweifel auch abgelehnt. Vor ihrem Einsatz müssen sie sich gesetzlich auf die Wahrung des Statistikgeheimnisses und zur Geheimhaltung der Erkenntnisse, die sie während und nach ihrer Tätigkeit gewonnen haben, schriftlich verpflichten. Ab dem Zensusstichtag beginnen die Erhebungsbeauftragten mit den persönlichen Befragungen in Haushalten und Wohnheimen aus der Stichprobe. Ein spezieller Ausweis bestätigt die Rechtmäßigkeit ihrer Arbeit.

Was wird erhoben?

Beim Zensus gilt das Prinzip der Datensparsamkeit: Es sollen nur so viele Daten neu erhoben werden, wie unbedingt notwendig. Im Wesentlichen gibt es drei Erhebungsteile:

Haushaltebefragung - Stichprobenerhebung der Bevölkerung

Da die Angaben im Melderegister immer nur so gut sind wie die Meldemoral der Einwohner*innen, wird ein Teil der Bevölkerung befragt, um die Zahl der Karteileichen und Fehlbestände im Melderegister zuverlässig hochrechnen zu können.

Vollerhebung der Bevölkerung in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften

Da die Melderegisterangaben insbesondere in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften wie z.B. in Studierendenwohnheimen teilweise veraltet und nicht immer auf dem aktuellen Stand sind, werden dort alle Bewohner*innen befragt. In Gemeinschaftsunterkünften wie Justizvollzugsanstalten oder Krankenhäusern gibt die Einrichtungsleitung stellvertretend Auskunft.

Vollerhebung der Gebäude und Wohnungen

In Deutschland gibt es keinen einheitlichen Datenbestand zu den Gebäuden und Wohnungen. Deshalb werden alle privaten Eigentümer*innen von Wohnungen oder Gebäuden mit Wohnraum befragt, ebenso gewerblich tätige Mehrfacheigentümer*innen und Verwalter*innen, sowie sonstige Verfügungs- und Nutzungsberechtigte von Gebäuden oder Wohnungen. Dieser Erhebungsteil wird im Vergleich zu den anderen beiden nicht von den Erhebungsstellen und deren Erhebungsbeauftragten, sondern vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg selbst erhoben.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Statistischen Ämter des Bundes und des Landes.

  

Kontakt

Fon 07161 9343038
zensus@goeppingen.de

Anschrift

Zensuserhebungsstelle Stadt Göppingen
Bleichstraße 12
73033 Göppingen