Oberbürgermeisterwahl 2020

Briefwahl beantragen

Nachdem bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag, 18. Oktober, keiner der fünf Bewerber die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erzielen konnte, kommt es am Sonntag, 8. November 2020, zu einer Neuwahl. Zu dieser Neuwahl können bis Donnerstag, 22. Oktober, 18 Uhr, neue Bewerbungen eingereicht oder bisherige Bewerbungen zurückgezogen werden. Über die Zulassung der dann aktuell vorliegenden Bewerbungen entscheidet der Gemeindewahlausschuss in öffentlicher Sitzung am Freitag, 23. Oktober, 12 Uhr, im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Erst danach können die Stimmzettel gedruckt und versandt werden.

Wer bereits im Vorfeld der Wahl, per Internet oder mit seiner Wahlbenachrichtigung, die Briefwahl auch oder nur für die Neuwahl beantragt hat, bekommt die Wahlunterlagen - Wahlschein und Stimmzettel samt Briefumschläge – automatisch ab nächster Woche zugesandt. Aber auch wer neu Briefwahl beantragen möchte, kann dies über den unten folgenden Link bis Donnerstag, 5. November 2020, 11 Uhr, tun. Aber auch auf postalischem Weg oder direkt im Wahlbüro im Rathaus kann noch Briefwahl beantragt werden.

Die Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, Erste Bürgermeisterin Almut Cobet, appelliert an alle Wählerinnen und Wähler, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen: „Der Oberbürgermeister ist stimmberechtigter Vorsitzender des Gemeinderates und zugleich oberster Dienstherr der Stadtverwaltung“, unterstreicht Cobet die herausgehobene Stellung des Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin in Baden-Württemberg. Auch deshalb sei es wichtig, das demokratische Grundrecht der Stimmabgabe auszuüben. Von 8 bis 18 Uhr kann am Wahltag, Sonntag, 8. November, persönlich im Wahllokal gewählt werden. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie sollten die Wähler/-innen einen eigenen Stift mitbringen und bei Betreten des Wahllokals eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Mitzubringen ist die bereits vor dem ersten Wahlgang verschickte Wahlbenachrichtigung oder ein gültiger Lichtbildausweis. Der Stimmzettel wird in den Wahllokalen ausgehändigt, in denen Plastikscheiben als Schutz vor Infektionen dienen. Wer sich trotz des größtmöglichen Infektionsschutzes in den Wahllokalen scheut, direkt an der Urnenwahl teilzunehmen, könne deshalb Briefwahl beantragen, betont Cobet.

Zweiter Wahlgang erforderlich

Bei der Wahl zum Oberbürgermeister am Sonntag, 18. Oktober, erreichte keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit. Die Wahlbeteiligung betrug 36,9 Prozent. Der zweite Wahlgang, bei dem eine einfache Mehrheit für den Wahlsieg reicht, findet statt am Sonntag, 8. November.

Amtsinhaber Guido Till, der eine dritte Amtszeit anstrebt, konnte mit rund 36 Prozent die meisten Wählerstimmen auf sich vereinen, nicht jedoch die erforderliche absolute Mehrheit von 50 Prozent plus eine Stimme erreichen. Zweitplatzierter war Alexander Maier (Grüne) mit rund 30 Prozent gefolgt von Stefan Horn (parteilos) mit rund 20 Prozent. Der von der SPD unterstützte Kandidat Martin Müller erhielt rund zehn Prozent der Stimmen und Heiko Stobinski (parteilos) rund drei Prozent. Damit wird ein zweiter Wahlgang, bei dem bereits eine einfache Mehrheit reicht, am Sonntag, 8. November erforderlich. Angesichts der geringen, aber nahezu identischen Wahlbeteiligung wie bei der Oberbürgermeisterwahl 2012, zeigte sich Erste Bürgermeisterin Almut Cobet als Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses enttäuscht darüber, dass nur 36,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben. Denn „mit der Beteiligung an Wahlen haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, aktiv Politik zu gestalten“, hob Cobet die Bedeutung der Oberbürgermeisterwahl hervor und forderte hinsichtlich der Stichwahl am 8. November „liebe Göppingerinnen und Göppinger, nehmen Sie dieses Recht in Anspruch.“ Insgesamt gaben 7.209 Wahlberechtigte ihre Stimme per Briefwahl ab, die Stadtverwaltung hatte die Zahl der Briefwahlbezirke für diese Wahl von acht auf 14 erhöht.

Die Ergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken:

Göppingen gesamt
Müller: 9,70 Prozent
Till: 36,32 Prozent
Stobinski: 3,32 Prozent
Maier: 30,32 Prozent
Horn: 20,01 Prozent

Bartenbach
Müller: 7,96 Prozent
Till: 36,63 Prozent
Stobinski: 2,68 Prozent
Maier: 26,66 Prozent
Horn: 25,40 Prozent

Bezgenriet
Müller: 6,87 Prozent
Till: 40,26 Prozent
Stobinski: 2,23 Prozent
Maier: 30,06 Prozent
Horn: 19,30 Prozent

Faurndau
Müller: 14,84 Prozent
Till: 31,06 Prozent
Stobinski: 3,12 Prozent
Maier: 28,13 Prozent
Horn: 22,58 Prozent

Hohenstaufen Urnenwahl
Müller: 11,50 Prozent
Till: 29,39 Prozent
Stobinski: 3,83 Prozent
Maier: 27,80 Prozent
Horn: 26,84 Prozent

Hohenstaufen und Maitis Briefwahl
Müller: 5,51 Prozent
Till: 35,17 Prozent
Stobinski: 3,67 Prozent
Maier: 33,03 Prozent
Horn: 22,02 Prozent

Holzheim
Müller: 7,59 Prozent
Till: 35,62 Prozent
Stobinski: 3,82 Prozent
Maier: 35,73 Prozent
Horn: 17,18 Prozent

Jebenhausen
Müller: 5,68 Prozent
Till: 51,33 Prozent
Stobinski: 2,14 Prozent
Maier: 26,25 Prozent
Horn: 14,38 Prozent

Maitis Urnenwahl
Müller: 5,50 Prozent
Till: 30,77 Prozent
Stobinski: 4,95 Prozent
Maier: 25,82 Prozent
Horn: 32,97 Prozent

Rollstuhlgerechte Wahlräume

Der nachfolgenden Übersicht können die rollstuhlgerechten Wahlräume entnommen werden. Behinderte Wahlberechtigte, die einem Wahlraum zugeteilt sind, der nicht rollstuhlgerecht ist, können einen Wahlschein beantragen und damit auch in einem anderen Wahlraum wählen.

Typ Name Datum Größe
pdf Übersicht Wahlräume.pdf 07.10.2020 36 KB

Vorstellung der Kandidaten

Am Dienstag, 29. September, fand die öffentliche Vorstellung der Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters in der Stadthalle Göppingen statt. In Zusammenarbeit mit der Filstalwelle wurde die Vorstellung auf dieser Seite live übertragen und von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt. Das gesamte Video ist bis Samstag, 17. Oktober, 18 Uhr, abrufbar.


Fünf Bewerber für OB-Wahl

Der Gemeindewahlausschuss ließ am Dienstagabend, 22. September, alle fünf eingereichten Bewerbungen für die Wahl des Oberbürgermeisters/der Oberbürgermeisterin am 18. Oktober zu und loste die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Stimmzettel unter den vier gleichzeitig eingegangenen Bewerbungen aus. Wie der Gemeindewahlausschuss feststellte, gingen vier Bewerbungen gleichzeitig ein; eine fünfte Bewerbung wurde erst später eingereicht. Da die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Stimmzettel nach der Reihenfolge des Bewerbungseingangs erfolgt, mussten die Plätze eins bis vier ausgelost werden. Dabei kam folgende Reihenfolge heraus:

  • Müller, Martin; Diplom-Pädagoge (univ.), Jägerstr. 40, 70174 Stuttgart
  • Till, Guido; Oberbürgermeister, Herdweg 44, 73035 Göppingen
  • Stobinski, Heiko; Gymnasiallehrer, Lange Str. 14, 73033 Göppingen
  • Maier, Alexander; Landtagsabgeordneter, Kirchstr. 22, 73033 Göppingen
  • Horn, Stefan; Diplom-Ingenieur (FH) Augenoptik, Schulstr. 3, 73033 Göppingen

Der Gemeindewahlausschuss stellte zuvor fest, dass bis zum Ablauf der Einreichungsfrist alle fünf Bewerbungen fristgerecht, formgerecht, mit vollständigen Unterlagen und damit rechtswirksam eingereicht worden sind und dass bei keiner Bewerbung irgendwelche Mängel vorliegen. Auch die Prüfung der materiellen Wählbarkeit der Bewerber ergab keine Beanstandung. Zugleich wurde im Rahmen der Sitzung auf die Möglichkeit der Briefwahl hingewiesen. Die Zahl der Briefwahlbezirke wurde von sechs (OB-Wahl 2012) über acht (Kommunalwahl 2019) auf nunmehr 14 erhöht. Bei rund 43.000 Wahlberechtigten seien bis Anfang letzter Woche bereits 4.500 Briefwahlanträge eingegangen. Bei den Wahllokalen zur Stimmabgabe vor Ort wird die Nutzung kleinerer Räume vermieden; außerdem werden die Plätze der Wahlhelfer/-innen mit Glasscheiben als Spukschutz ausgestattet. Auch dürfen Wahlberechtigte eigene Kugelschreiber mitbringen.

  

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