Vom Bau zum Bausatz und zurück

Im Hobbykeller zeigten sich die Deutschen erstaunlich modern – auf den Modelleisenbahnanlagen des Wirtschaftswunders war die Architektur nicht bloß Kulisse. Die Ausstellung „Vom Bau zum Bausatz und zurück“, die am Mittwoch, 10. Juli, um 19:30 Uhr von Oberbürgermeister Guido Till im Museum im Storchen eröffnet wird, zeigt erstmals, wie architekturbegeistert die vermeintlich spießigen Modelleisenbahner wirklich waren.

Eine „Villa im Tessin“ konnte sich nun jeder leisten – für 4,75 D-Mark im Maßstab 1:87. Ihr reales Vorbild, ein Wohnhaus nahe des Gotthard-Tunnels, hatte die Faller-Brüder 1961 gleich doppelt inspiriert: Sie bauten sich eine ähnliche Villa am Firmensitz in Gütenbach und entwickelten parallel den legendären Spritzgussbausatz. Kuriose Geschichten stecken auch hinter einem gläsernen Turmrestaurant, einer umkämpften Stadtkirche oder einem ostmodernen Hochhaus.Die Ausstellung, kuratiert von Dr. Karin Berkemann und Daniel Bartetzko von moderneREGIONAL, zeigt ausgewählte Modellbausätze der Nachkriegsmoderne im Original. Mit großformatigen Fotografien von Hagen Stier werden sie ihren architektonischen Vorbildern gegenübergestellt. Die Tafeln und Originalmodelle werden ergänzt durch die „Mega-City“ des Modellbahnbauers Gerald Fuchs. In der Präsentation im Storchen ist ein begleitend zur Ausstellung produzierter Film von Otto Schweitzer und C. Julius Reinsberg zu sehen.Die Ausstellung wird gefördert von der Wüstenrot-Stiftung mit den Ausstellungspartnern Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a. M. und Architekturgalerie am Weißenhof Stuttgart. Sie ist im Museum im Storchen bis zum 27. Oktober zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag von 11 bis 17 Uhr. Begleitend zur Ausstellung ist das Buch „märklinMODERNE – Vom Bau zum Bausatz und zurück“ im Jovis Verlag erschienen mit Fotografien von Hagen Stier und Andreas Beyer, Interviews mit Falk Jaeger, Leopold Messmer und Klaus Staeck, Beiträge von Oliver Elser, Dina Dorothea Falbe, Teresa Fankhänel, Christian Holl, Ralf Liptau, Matthias Ludwig, Verena Pfeiffer-Kloss, C. Julius Reinsberg und Jörg Schilling, herausgegeben von Daniel Bartetzko und Karin Berkemann. Gebundene Ausgabe, 136 Seiten, 28 Euro, im Storchen erhältlich.

Begleitprogramm zur Ausstellung

Klein aber fein: Mein Haus im Schuhkarton; Ferienveranstaltung Mittwoch, 31. Juli, 10 bis 12 Uhr, Kurs für Acht- bis Zwölf-Jährige, maximal zehn 10 Kinder. Materialkosten drei Euro. Anmeldung erforderlich unter Telefon 07161 650-9911 oder E-Mail an museen@goeppingen.de.

Schloss-Straßen-Fest, Sonntag, 4. August, 11 bis 18 Uhr, ganztägig freier Eintritt; Märklin-Gartenbahn im Museumsgarten, Führung durch die Ausstellung um 13 und 15 Uhr.

Öffentliche Führung, Donnerstag, 15. August, 15 Uhr, Peter Fritsch, Archiv und Museen; üblicher Museumseintritt.

Öffentliche Führung, Sonntag, 25. August, 15 Uhr, Peter Fritsch, Archiv und Museen; üblicher Museumseintritt.

Öffentliche Führung, Sonntag, 15. September, 15 Uhr, Dr. Karl-Heinz Rueß, Archiv und Museen; üblicher Museumseintritt.

Modellgeschichte(n): Von Bauten und Bausätzen, Mittwoch, 9. Oktober, 10 bis 12 Uhr, Kurs für Acht- bis Zwölf-Jährige, maximal zehn 10 Kinder. Materialkosten drei Euro. Anmeldung erforderlich unter Telefon 07161 650-9911 oder E-Mail an museen@goeppingen.de. 

Öffentliche Führung, Sonntag, 13. Oktober, 15 Uhr, Peter Fritsch, Archiv und Museen; üblicher Museumseintritt.

Öffentliche Führung, Sonntag, 27. Oktober, 15 Uhr, Dr. Karl-Heinz Rueß, Archiv und Museen; üblicher Museumseintritt.

  

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