Dank an alle Helfer

Das extreme Hochwasser am ersten Juniwochenende hat auch in Göppingen zu Überflutungen und vielen Schäden geführt. Oberbürgermeister Alex Maier dankt allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Einsatzkräften und Helfern und Helferinnen, die während der Flut und in den darauffolgenden Tagen im Einsatz waren.

Es waren auch in Göppingen schreckliche Stunden, als Filshochwasser und starke örtliche Gewitter alle in Atem hielten. Die Löschzüge der Feuerwehr waren ununterbrochen im Einsatz, um das Schlimmste zu verhindern, Nachbarn kümmerten sich umeinander und die allermeisten gingen trotz aller Dramatik sehr umsichtig mit der Situation um, ohne sich in Gefahr zu bringen.

Maier dankte allen Helferinnen und Helfern, allen Freiwilligen und Nachbarn, die ohne zu zögern selbstverständlich ihre Hilfe angeboten haben. Glücklicherweise sind in Göppingen und dem ganzen Landkreis keine Menschen zu Schaden gekommen und die Stadt ist insgesamt glimpflich davongekommen. Alle haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Polizei sowie die Mitarbeitenden von städtischen Bauhof, EVF, GVD und Wohnbau haben hervorragend zusammengearbeitet, um die Bevölkerung zu schützen und zu unterstützen. Besonders hob Maier hervor, dass „es Menschen in unserer Gesellschaft gibt, die ihr Leben zum Schutz von anderen einsetzen.“ Dies können nicht hoch genug anerkannt werden, vor allem mit Blick auf die in den vergangenen Tagen in Deutschland im Einsatz umgekommenen Einsatzkräfte.

In diesen Tag kann man sehen, dass „die Bürgerschaft in Notsituationen zusammenhält und sich umeinander kümmert“, zeigte sich Oberbürgermeister Alex Maier überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft. Viele Hilfsangebote aus der Bevölkerung hatten Feuerwehr und Stadtverwaltung erreicht. Viele Betroffenen werden weiter auf Hilfe, vor allem finanzielle, angewiesen sein, deshalb sei jedem der wirksam helfen möchte, die eingerichteten Spendenkonten ans Herz gelegt.

Entsorgung

Auch wenn in Göppingen die Situation nicht so schwerwiegend war wir in den Nachbargemeinden, so gibt es auch hier Betroffenen, die ihr Hab und Gut in den Fluten verloren haben. Zahlreiche Keller entlang der Fils, in Teilen Holzheims und Jebenhausens liefen voll. Zurück blieb Müll und Schutt, der entsorgt werden muss. Die Anlieger der besonders vom Hochwasser betroffenen Gebiet wurden direkt per Handzettel über die von der Stadt organisierten Abholung ihres zerstörten Hausrates informiert. ETG und Bauhof fuhren daraufhin an mehreren Tagen durch die Gebiete.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises bietet den von den Hochwasserschäden betroffenen Bürgerinnen und Bürgern eine unkomplizierte Lösung an und hat im gesamten Juni die Gutscheinregelung für Altholzanlieferungen ausgesetzt. Sowohl auf den Wertstoffhöfen als auch auf den Wertstoffzentren wird Altholz der Kategorie 1-3, also Holz aus dem Innenbereich, ohne Gutscheine kostenlos angenommen. Größere Mengen über 1 cbm können aus Kapazitätsgründen nur auf den Wertstoffzentren in Göppingen und Geislingen entgegengenommen werden. Altholz der sogenannten Kategorie 4 (Außenbereich) ist von dieser Regelung ausgenommen und kann weiterhin nur auf den Wertstoffzentren kostenpflichtig abgegeben werden.

Größere Mengen Bauschutt können bisher auf den Wertstoffzentren gegen Gebühr abgegeben werden. Da nach dem Hochwasser voraussichtlich im Zuge von Aufräum- und Renovierungsarbeiten viel Bauschutt anfallen wird, werden als Erleichterung vorerst im Juni und Juli die Gebühren für die Annahme von Bauschutt auf den Wertstoffzentren um die Hälfte reduziert. Auch hier sollte die Obergrenze von 1 cbm aber beachtet werden, um vielen Personen eine rasche Anlieferung zu ermöglichen.

Gefahren im Wald

Wie das Forstamt informiert, sind aufgrund der Starkregenereignisse auch im Wald und an den Waldwegen Schäden festzustellen. Die Schäden an Waldwegen sind lokal begrenzt, aber dennoch im ganzen Landkreis zu finden. Schwerpunkte bilden aktuell der Raum Geislingen, Quellbereiche am Albtrauf und das untere Filstal (Ebersbach). Vor allem an Steilstücken und Steigen kam es zum Teil zu erheblichen Erosionsschäden und Ausspülungen der Waldwege. Zudem sind Rutschungen an Wegen am Albtrauf zu beobachten. Gefährdende Rutschbereiche wurden bereits gesperrt.

Das Forstamt bittet eindringlich diese Bereiche nicht zu betreten oder zu befahren. Auch beim Radfahren im Wald ist aufgrund von Ausspülungen und aufgeweichten Wegabschnitten besondere Vorsicht geboten. Die Instandsetzungsarbeiten werden an einzelnen Wegen die nächsten Wochen in Anspruch nehmen. Auch im Staatswald sind die Mitarbeiter von ForstBW mit der Sicherung und Aufnahme der Schäden beschäftigt.

Vorsorge ist wichtig

Leider werden Wetterextreme durch den voranschreitenden Klimawandel weiter zunehmen. Hochwasser, Hitze und Sturmereignisse treten immer häufiger aus. Ein enorme Herausforderung für alle Städte und Kommunen, die entsprechend mit vielfältigen Maßnahmen agieren: Hochwasserschutz beispielsweise mit Retentionsflächen und Regenüberlaufbecken, insgesamt eine klimaangepasste Stadtplanung, Hitzeaktionspläne vielfältige Klimaschutzmaßnahmen. Doch auch jeder Einzelne ist gefragt, wenn es um die Eigenvorsorge geht. So wurden innerhalb kürzester Zeit wurden die von der Stadt zur Abholung freigegebenen Sandsäcke in den Hochwasserbereichen von Bürgerinnen und Bürgern mit nach Hause genommen.

Bei einer großflächigen Katastrophe können die Rettungskräfte nicht überall gleichzeitig sein. Wer vorsorgt, ist im Notfall auf der sicheren Seite und kann sich selbst, Angehörigen und Nachbarn helfen. Bereits mit geringem Aufwand und ohne größere Kosten lässt sich bei der Eigenvorsorge etwas erreichen. Wie sich jeder auf verschiedene Krisen vorbereiten kann, darüber informiert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ausführlich auf seiner Webseite www.bbk.bund.de . Themen sind unter anderem die Bevorratung von Lebensmitteln, das Anlegen einer Hausapotheke, das Sichern wichtiger Dokumente oder die Vorbereitung eines Notgepäcks. Checklisten helfen bei der Planung und Zusammenstellung für Notfälle.

Kinderbibliothek

Das Hochwasser hat leider auch die Stadtbibliothek Göppingen nicht verschont. Innerhalb von Minuten ist am Samstag Wasser in die Kinderbibliothek, die Grotte und den Heizungskeller eingedrungen und hat die Räume in Mitleidenschaft gezogen. Zwar war die Feuerwehr am Samstag schnell zur Stelle, um das Wasser abzupumpen, doch stand am Sonntag erneut das gesamte Untergeschoss unter Wasser. Vor diesem Hintergrund wird das gesamte Untergeschoss der Bibliothek aufgrund der nötigen Trocknungsarbeiten voraussichtlich für einige Wochen nicht zugänglich sein. Die gute Nachricht: Alle Medien aus der Kinderbibliothek konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden und blieben weitestgehend unbeschädigt.

Das Team der Stadtbibliothek bemüht sich nun nach Kräften, die Kindermedien so schnell wie möglich wieder an anderer Stelle im Haus zugänglich zu machen. Die Bilderbücher können bereits jetzt im Erdgeschoss in den Bereichen Pädagogik, Comics und Jugendromane gefunden werden, alle anderen Medien werden im Laufe der nächsten Woche ihren neuen Platz im Erdgeschoss und im 1. Stock finden.

Nachricht aus Pessac

Aus unserer Partnerstadt Pessac erreichte uns folgende Nachricht von Bürgermeister Franck Raynal, über die wir uns sehr gefreut haben: „Im Namen der Stadt Pessac möchte ich Ihnen und allen Bewohnern von Göppingen und Ihrer Region unsere Solidarität in den schwierigen Momenten, die Sie mit den Unwettern und Überschwemmungen durchleben, ausdrücken.“

Spendenkonto

Schäden an Häusern und Fahrzeugen, zerstörte Gegenstände: Die Bilanz des Starkregens und Hochwassers vom vergangenen Wochenende tritt immer deutlicher zutage. Der Landkreis Göppingen ruft deshalb zur Unterstützung für Betroffene in Härtefällen auf. Dabei zählt jede Hilfe, die Betroffene bekommen können. Bürgerinnen und Bürger haben zwei Möglichkeiten zu helfen:

Spendenkonto des Landkreises Göppingen bei der Kreissparkasse Göppingen:
Landkreis Göppingen
THK Spendenkonto Hochwasserhilfe LK Göppingen
DE67 6105 0000 0049 1497 57
Verwendungszweck: Hochwasserhilfe

Gemeinsame Spendenaktion des Landkreises Göppingen mit den Landkreisen Rems-Murr, Ostalb und Ludwigsburg bei der Kreissparkasse Waiblingen:

Spendenkonto Hochwasser
DE72 6025 0010 0015 2229 14
Verwendungszweck: Spende

Im Verwendungszweck der gemeinsamen Spendenaktion kann auch der Landkreis angegeben werden, in den die Spende gehen soll. Ansonsten wird der Betrag zwischen den vier beteiligten Landkreisen aufgeteilt. Ziel der Spendenaufrufe ist es, in Härtefällen schnell und wirksam zu helfen. Das Verfahren zur Verteilung der Spendensummen aus beiden Aufrufen an Betroffene im Landkreis Göppingen wird derzeit in enger Abstimmung mit den betroffenen Städten und Gemeinden erarbeitet.

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