Wohnbau Göppingen und Stadt Göppingen starten Initiative gegen häusliche Gewalt
Gewalt hat keinen Platz in unseren Häusern – unter diesem Leitsatz starten die Wohnbau GmbH Göppingen und die Stadt Göppingen gemeinsam eine Initiative gegen häusliche Gewalt. Ziel der Aktion ist es, ein deutliches Zeichen zu setzen, Aufmerksamkeit für ein oft tabuisiertes Thema zu schaffen und Betroffenen Mut zu machen, Hilfe anzunehmen.
Der Impuls für die Initiative ging von der Stadt Göppingen aus. „Gewalt in häuslicher Umgebung ist ein tabuisiertes Thema. Dabei gibt es mehr Übergriffe als man gemeinhin denkt. Wir wollen auf das Thema aufmerksam machen und Betroffenen konkrete Hilfe bieten“, sagt Erster Bürgermeister Johannes Heberle.
Kern der Initiative ist eine gezielte Plakatkampagne, die gemeinsam von der Stadt Göppingen und der Wohnbau Göppingen entworfen wurde. Die Informationsplakate wurden in allen Hausfluren der Wohnbau-Wohngebäude angebracht. Zusätzlich sind sie in sämtlichen öffentlichen Ämtern sowie in den Bezirksämtern der Stadt Göppingen zu sehen. Damit wird die Botschaft bewusst dorthin getragen, wo Menschen leben, arbeiten und sich im Alltag begegnen. Häusliche Gewalt findet häufig im privaten Umfeld statt und bleibt nach außen unsichtbar. „Gerade deshalb ist es wichtig, dieses Thema sichtbar zu machen“, sagt Thomas Felgenhauer, Geschäftsführer der Wohnbau GmbH Göppingen. „Wohnhäuser und öffentliche Einrichtungen sind Orte des Alltags. Wenn die Botschaft dort präsent ist, erreicht sie Menschen unmittelbar und ohne Umwege.“
Die Plakate machen deutlich, dass Gewalt - ob körperlich, psychisch oder emotional - nicht toleriert wird. Gleichzeitig verweisen sie niedrigschwellig auf wichtige Hilfs-, Beratungs- und Notrufnummern sowie Anlaufstellen wie das Netzwerk für ein gewaltfreies Zuhause der Stadt Göppingen. Betroffene und ihr Umfeld erhalten so unkompliziert und anonym Informationen darüber, wo Unterstützung möglich ist.
Ein zentrales Anliegen der Kampagne ist es zudem, das Umfeld zu sensibilisieren. „Häusliche Gewalt wird nicht selten von Nachbarn wahrgenommen, manchmal zunächst nur als ein ungutes Bauchgefühl“, erklärt Felgenhauer. „Dieses Gefühl ernst zu nehmen, hinzuschauen und nicht wegzusehen, kann entscheidend sein.“ Die Kampagne ermutigt daher ausdrücklich dazu, aufmerksam zu bleiben und zu wissen, wo Hilfe möglich ist. Durch die klar ausgewiesenen Anlaufstellen wird aufgezeigt, wie Unterstützung erfolgen kann, ohne selbst überfordert zu werden.
Mit der gemeinsamen Initiative setzen die Wohnbau GmbH Göppingen und die Stadt Göppingen ein klares Zeichen für Verantwortung und Solidarität. „Wohnräume sollen Schutz und Sicherheit bieten und niemals Angst“, so Felgenhauer. Als kommunales Wohnungsunternehmen sei man den Menschen sehr nah, daraus ergebe sich auch eine besondere gesellschaftliche Verantwortung.
Durch die bewusste Platzierung der Plakate in Wohnhäusern und öffentlichen Einrichtungen wird das Thema häusliche Gewalt aus der Tabuzone geholt und in den gesellschaftlichen Alltag getragen. „Unser Ziel ist es, Betroffenen Mut zu machen, Hilfe aufzuzeigen und das öffentliche Bewusstsein nachhaltig zu schärfen. Denn eines ist klar: Gewalt hat keinen Platz – weder in unseren Häusern noch in unserer Gesellschaft“, betont EBM Heberle.