Neue Sonderausstellung im Storchen

„Göppingen in der Welt – Die Welt in Göppingen“: Das ist der Titel der neuen Sonderausstellung im Museum im Storchen. Am Mittwoch, 25. März um 19 Uhr findet die Eröffnungsfeier im Foyer des Museums statt – mit Erstem Bürgermeister Johannes Heberle und dem Leiter von Archiv und Museen, Dr. Dominik Gerd Sieber. 

In unserer Gegenwart ist das Thema Globalisierung in aller Munde und Teil unserer alltäglichen Lebenswelt. Dass das kleine und beschauliche Göppingen aber auch in der Vergangenheit in großräumige Bezüge eingebunden war, ist dabei vielleicht nicht so offensichtlich.

Die Sonderausstellung im Museum im Storchen möchte einen globalen Blick auf die Göppinger Stadtgeschichte werfen und zeigen, dass Göppingen schon immer mit der Welt verbunden war und zugleich auch in der Welt wirkte. Weit mehr als andere Städte in Württemberg und Schwaben war Göppingen aufgrund seiner verkehrsgeographisch günstigen Lage häufig unmittelbarer als andere Orte im Land von der großen Weltgeschichte berührt. Von der Steinzeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit hinein, kamen Menschen, Ideen und Waren durch unsere Region oder gingen von hier hinaus in die Welt, was vielfältige Aus- und Rückwirkungen auf Göppingen haben sollte.

Ein breites Spektrum historischer Zeugnisse aus der stadtgeschichtlichen Sammlung wie auch des Stadtarchivs führen Aspekte einer globalen Stadtgeschichte vor Augen. So belegen archäologische Funde, dass bereits in ur- und frühgeschichtlicher Zeit weitläufige Kontakte bestanden. Mit den Entdeckungsfahrten nach Asien und Amerika und dem Ausgreifen des europäischen Kolonialismus in die Welt kamen bis dahin nicht gekannte Tiere, Pflanzen und Produkte in die hiesigen Gefilde. Ernährungsgewohnheiten veränderten sich und auch in Göppingen wurden Kartoffeln gegessen, Tee und Kaffee getrunken oder Tabak geraucht.

Daneben waren es aber vor allem Menschen und mit ihnen ihre Kultur, ihre politischen und religiösen Vorstellungen und Ideen, die ein- oder auswanderten. Lange war es die pure Not, die Göppinger dazu zwang, ihre Heimat hinter sich zu lassen und in der weiten Welt ihr Glück zu suchen. Speziell für Männer boten sich über auswärtige Solddienste Perspektiven – eine frühe Form der Arbeitsmigration. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Göppingen dann umgekehrt verstärkt Einwanderung, zunächst durch Flüchtlinge und Vertriebene, später durch Gastarbeiter. 

Info

Zur Eröffnung am Mittwoch, 25. März um 19 Uhr im Foyer des Museums im Städtischen Museum im Storchen sprechen der Erste Bürgermeister Johannes Heberle sowie Dr. Dominik Gerd Sieber, Leiter von Archiv und Museen. Musikalisch begleitet wird die Eröffnung von der Jugendmusikschule Göppingen. Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm, das aus Führungen und Vorträgen besteht. Die Angebote können dem Ausstellungsflyer oder der Homepage des Museums entnommen werden. Zu sehen ist die Sonderausstellung noch bis Sonntag, 5. Juli.

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