Stadtführungen zu Friederike Wackler, zur Weberei Gutmann und zu Stolpersteinen in Göppingen

In den kommenden Wochen gibt es wieder thematische Stadtführungen durch Göppingen. Auf dem Programm stehen das Friederike-Wackler-Museum, die Spuren der Weberei Gutmann und eine Stolperstein-Führung durch die Innenstadt.

Das Friederike-Wackler-Museum zeigt die Entstehung und Entwicklung von einem der ältesten Betriebe für die Güterbeförderung in der Region. Die Namensgeberin Friederike Wackler hat nach dem frühen Tod ihres Mannes Ludwig 1891 die Spedition über 20 Jahre geleitet und 1912 an die Familie Schwarz und Carl Friedrich Jäger verkauft. Über 175 Jahre Geschichte werden im Museum greifbar – von den Pferdetransporten im 19. Jahrhundert bis zum modernen Dienstleistungsunternehmen für die Ver- und Entsorgungslogistik im 21. Jahrhundert. Museumsleiterin Gabriele Schwarz führt am Mittwoch, 25. März, um 16 Uhr kostenlos aber mit Anmeldung durch die Ausstellung und verbindet die Geschichte der Region mit der Geschichte ihrer Familie. Diese Führung wird immer wieder angeboten. Der nächste Termin ist am Mittwoch, 22. April. 

Göppingen – einst eine der führenden Industriestädte im Königreich Württemberg – lädt zu einer faszinierenden Zeitreise ein. Neben der bekannten Metall- und Maschinenbauindustrie prägten auch große Webereien die Stadtgeschichte nachhaltig. Den Auftakt der Entdeckungstour bildet der Bahnhofsplatz, an dem spannende Einblicke in die Geschichte der Weberei Gutmann vermittelt werden. Anschließend führt der Rundgang in die prachtvolle Villa Gutmann aus dem Jahr 1865. Das denkmalgeschützte Gebäude beeindruckt mit seinem historischen Charme und einem besonderen Highlight: dem ältesten erhaltenen Aufzug Göppingens aus dem Jahr 1903. Während der Führung am Freitag, 27. März, um 15.30 Uhr berichtet die Stadtführerin Ursula Weingart-Brodbeck anschaulich über die einst florierende Weberei, über die einschneidenden Ereignisse der Arisierung sowie über die weitere Entwicklung der Firma in den folgenden Jahren. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, die beeindruckende Innenausstattung der Villa zu entdecken und die besondere Atmosphäre des Hauses zu erleben. Abgerundet wird der Nachmittag im angeschlossenen Kaffeehaus mit Kaffee und Kuchen. So verbindet sich Geschichte mit Genuss zu einem ebenso informativen wie kurzweiligen Erlebnis.

Seit 1992 verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig Stolpersteine. Es sind handgefertigte Kunstobjekte, die als Blickfang in den Gehweg eingelassen werden. Auf jedem der Steine ist ein Name eingraviert. Es sind die Namen der Menschen, die als Verfolgte des Nationalsozialismus umgekommen sind. In Göppingen wurden bisher 103 solcher Gedenksteine vor den Häusern der Opfer verlegt. Es sind Stolpersteine gegen das Vergessen. Am Mittwoch, 1. April, um 16 Uhr nimmt Claudia Liebenau-Meyer von der Stolperstein-Initiative Göppingen alle Interessierten mit auf einen Rundgang durch die Stadt und erzählt von dem Leben und dem Schicksal der Menschen, an die die Steine erinnern.

Tickets und weitere Informationen sind im ipunkt im Rathaus oder online unter www.erlebe-dein-goeppingen.de  erhältlich. Eine Anmeldung ist vorab erforderlich.

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