Stadtführungen im Mai
Stadtführungen in Göppingen eröffnen spannende Einblicke in Geschichte, Kultur und das Leben der Stadt. Jede Führung macht Göppingen auf besondere Weise erlebbar und lädt zum Entdecken neuer Perspektiven ein.
Das Friederike-Wackler-Museum zeigt die Entstehung und Entwicklung von einem der ältesten Betriebe für die Güterbeförderung in der Region. Die Namensgeberin Friederike Wackler hat nach dem frühen Tod ihres Mannes Ludwig 1891 die Spedition über 20 Jahre geleitet und 1912 an die Familie Schwarz und Carl Friedrich Jäger verkauft. Über 175 Jahre Geschichte werden im Museum greifbar – von den Pferdetransporten im 19. Jahrhundert bis zum modernen Dienstleistungsunternehmen für die Ver- und Entsorgungslogistik im 21. Jahrhundert. Museumsleiterin Gabriele Schwarz führt am Mittwoch, 20. Mai, um 16 Uhr kostenlos, aber mit Anmeldung durch die Ausstellung und verbindet die Geschichte der Region mit der Geschichte ihrer Familie. Nächster Termin ist am Mittwoch, 24. Juni.
Im Rahmen einer besonderen Führung wird die Geschichte der sogenannten Hofkolonie beleuchtet – ein innovatives Konzept, das Patienten Mitte des 19. Jahrhunderts ein freies Leben ohne Anstaltskleidung und mit sinnvoller Arbeit ermöglichte. Dr. Heinrich Landerer, Gründer der Heil- und Pflegeanstalt von 1852, gilt als Vordenker dieser Idee und lebte mit seiner Frau auf dem sogenannten Freihof. Die Sonderführung durch den Freihof am Donnerstag, 21. Mai, um 15 Uhr mit Stadtführerin Ursula Weingart-Brodbeck bietet Einblicke in damalige Therapieansätze und das Leben des Christophsbadgründers.
Die Teilnehmer der Stadtführung „Drei sehenswerte (frühere) Göppinger Fabrikatenvillen Butz, Vogt und Adam – Rundgang und Besichtigung“ wandeln am Freitag, 29. Mai, um 17.30 Uhr mit Stadtführerin Ursula Weingart-Brodbeck auf den Spuren einstiger bedeutender Göppinger Fabrikantenbesitzer. Villa Vogt – heute gehört sie zur Wilhelmshilfe – doch wie ist sie zu ihrem Namen gekommen und welche Besitzer hatte sie? Von außen werfen die Teilnehmer auch einen Blick auf die Villa Adams, die 1869 als Wohnsitz für G.W. Adams errichtet wurde und zu den frühesten Göppinger Fabrikanten-Villen gehört. Adams war der Besitzer der einzigen württembergischen Fabrik für Kriolinen (Reifröcke). Den Abschluss bildet die Villa Butz. Heute im Besitz der Stadt Göppingen, war die Villa früher das Wohnhaus einer großen Buntweberei – die herrlichen Innenräume der Jugendstillvilla können bestaunt werden.
Tickets und weitere Informationen sind im ipunkt im Rathaus oder auch online unter www.erlebe-dein-goeppingen.de erhältlich. Eine Anmeldung ist vorab erforderlich.