Als die Royals in Göppingen abstiegen
Obwohl Göppingen nie Pfalzort oder Reichsstadt war, durfte es verhältnismäßig häufig gekrönte Häupter innerhalb seiner Mauern begrüßen. Während das mittelalterliche Herrschergeschlecht der Staufer, das seinen Stammsitz hoch über Göppingen auf dem Hohenstaufen hatte, eng mit der Stadtgeschichte verbunden ist, gerieten andere Monarchen, die Göppingen in großer Zahl über die Jahrhunderte beehrten, in den Hintergrund. Darüber wird am 7. Mai bei einem Vortrag berichtet.
Neben der vormodernen mobilen Herrschaftspraxis aus dem Sattel heraus, war es speziell die verkehrsgünstige Lage, die prominente Kaiser, Königinnen und andere hochrangige Herrscherpersönlichkeiten durch Göppingen und das Filstal führten. Der Leiter von Archiv und Museen, Dr. Dominik Gerd Sieber, wird am Donnerstag, 7. Mai um 19 Uhr im Storchen einen Vortrag zu Herrscherbesuchen und ihren jeweiligen Kontexten halten.
Die kostenlose Veranstaltung, die Teil des Begleitprogramms der derzeit im Museum gezeigten Sonderausstellung zur globalen Stadtgeschichte ist und in Kooperation mit dem Geschichts- und Altertumsverein Göppingen stattfindet, gibt einen Überblick über die Aufenthalte bekannter und weniger bekannter Monarchen in Göppingen und dem Filstal – vom Stauferkaiser Friedrich Barbarossa über die Habsburger-Kaiser Karl V. oder Joseph II., bis hin zu den Gemahlinnen Napoleons oder die britische Queen Elizabeth II., die 1965 in einem Sonderzug durch Göppingen fuhr.