Gemeinderat beschließt: Stauferpark Süd soll bebaut werden – Gewerbe, Wohnen und ein Bürgerpark mit 17 Hektar

Mehr Wohnen? Mehr Gewerbe? Oder doch alles so lassen wie es ist? Der Gemeinderat der Stadt Göppingen sowie die Stadtverwaltung haben sich lange und ausführlich mit dem Thema Stauferpark Süd auseinandergesetzt. In der jüngsten Sitzung vergangene Woche ist die Entscheidung nun mehrheitlich gefallen: Das 33 Hektar große Gelände, das derzeit als 9-Loch-Golfplatz genutzt wird, soll weiterentwickelt und in Teilen bebaut werden. 

Zur Debatte gestanden waren ursprünglich drei Varianten: In der ersten sollte mehr Platz für Wohnbebauung im südlichen Bereich und weniger Gewerbefläche im Norden entstehen. Bei Variante zwei war es genau umkehrt. In der Dritten Variante wäre das Gebiet unbebaut geblieben. Zwischenzeitlich hatte die Stadtverwaltung die verschiedenen Szenarien weiter untersucht und eine Variante 2.1 erarbeitet, bei der die Größe der geplanten Grünfläche auf 16,9 Hektar vergrößert wurde – mit entsprechend weniger Wohnbebauung.

Der Gemeinderat hat nun einen Grundsatzbeschluss gefasst. Demnach soll die städtebauliche Entwicklung des Areals auf Grundlage der Variante 2.1 erfolgen. Denn aus Sicht der Stadtverwaltung hat Variante 2.1 die meisten Vorteile: Das einzig verbleibende städtische Grundstück für eine städtebauliche Entwicklung kann benötigten Wohnraum für Göppingens wachsende Bevölkerung bieten. Geplant sind 240 bis 370 Wohneinheiten. Auch das Defizit bei den Gewerbeflächen kann mit dieser Variante verringert werden, Arbeitsplätze schaffen und auch Gewerbesteuereinnahmen generieren.

„Bei dieser Variante bleibt die Hälfte der Fläche grün“, sagte Baubürgermeisterin Eva Noller und betonte: „Der Bürgerpark, der entstehen wird, hat einen deutlich höheren ökologischen Wert als der Golfpark heute.“

Hintergrund – Geschichte

Die Entwicklung der Fläche des heutigen Stauferparks beschäftigt die Stadt Göppingen seit über 30 Jahren. Nachdem die US-Streitkräfte Anfang der neunziger Jahre abgezogen sind, hat die Stadt 1993 einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt und 1996 alle Flächen erworben.

Auf der Grundlage des prämierten Siegerentwurfes und dazu aufgestellter Bebauungspläne wurde in den letzten 20 Jahren zunächst der nördliche Teil des Stauferparks mit dem Schwerpunkt Gewerbe entwickelt. Die südliche, etwa 33 Hektar große Teilfläche, die im Flächennutzungsplan aus dem Jahr 2002 überwiegend als geplante Wohnbaufläche dargestellt ist, sollte zu einem späteren Zeitpunkt entwickelt werden. Sie wird derzeit in Form einer Zwischennutzung als Golfplatz genutzt. Nachdem der Pachtvertrag mit der Golfclub Göppingen GmbH (GCG) zum 31.12.2027 ausläuft, gilt es für die Stadt, rechtzeitig die Weichen für die künftige Nutzung und Entwicklung des Stauferparks Süd zu stellen.

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