Vorberatungen zum Thema Stauferpark im Gemeinderat

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats der Stadt Göppingen am vergangenen Donnerstag haben sich die Stadträte mit dem Thema Stauferpark und einer möglichen Bebauung auseinandergesetzt. Die Verwaltung der Stadt Göppingen hat bewusst zwei Termine für dieses wichtige Thema angesetzt: Am vergangenen Donnerstag wurde vorberaten, am 30. April soll der Rat dann eine Entscheidung zur weiteren Entwicklung fällen – nach ausreichend Bedenkzeit. 

„Das ist eine der wichtigsten Entscheidungen seit Jahrzehnten“, betonte Oberbürgermeister Alex Maier. Es sei nachvollziehbar, dass es ein emotionales Pro und Contra gebe: „Am Ende des Tages ist es eine Abwägung.“ Maier empfiehlt einen Grundsatzbeschluss zur Bebauung – für die Entwicklung der Stadt. Er wisse, dass es auch negative Konsequenzen für die direkten Anwohner gebe: „Das muss man nicht schönreden.“ Der Bedarf für Wohnraum und Gewerbeflächen sei allerdings da.

Drei mögliche Varianten haben die Stadtplaner für das 34 Hektar große städtische Grundstück im Nordosten von Göppingens Kernstadt ausgearbeitet. Während Variante 1 mehr Wohnbebauung und weniger Gewerbeflächen vorsieht, ist es bei Variante 2 genau umgekehrt. In der dritten Variante bliebe das Gebiet unbebaut. Alle Variante wurden bereits im Oktober 2025 der Öffentlichkeit bei einem Infoabend vorgestellt. Inzwischen hat die Stadtverwaltung die verschiedenen Szenarien weiter untersucht und eine Variante 2.1 erarbeitet, bei der die Größe der geplanten Grünfläche um einen Hektar auf 16,9 Hektar vergrößert wurde – mit entsprechend weniger Wohnbebauung.

Aus Sicht der Stadtverwaltung hat Variante 2.1 die meisten Vorteile: Das einzig verbleibende städtische Grundstück für eine städtebauliche Entwicklung könnte benötigten Wohnraum für Göppingens wachsende Bevölkerung bieten. Geplant sind 240 bis 370 Wohneinheiten. Auch das Defizit bei den Gewerbeflächen könnte mit dieser Variante verringert werden, Arbeitsplätze schaffen und auch Gewerbesteuereinnahmen generieren. „Das ist unsere Chance, angemessen zu wachsen“, sagte Franz Schneider, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, und betonte: „Wir brauchen den Stauferpark Süd.“ 

Schneider ging in seiner Präsentation vor dem Gemeinderat auch auf die Kritikpunkte der Gegner einer Bebauung ein, konkret auf die klimatische Situation und das Thema Kaltluftschneise: „Wenn bestimmte Vorgaben eingehalten werden, ist eine Bebauung möglich.“ So müssten Durchlüftungsachsen gesichert werden, Kaltluftschneisen freigehalten und die Bebauung klimaoptimiert erfolgen.

Nun sind die Stadträte am Zug. Eine Entscheidung wird in der kommenden Sitzung am Donnerstag, 30. April, fallen.

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