Hochwasserrisikomanagement - Umsetzung vor Ort

Das Hochwasserrisikomanagement hat zum Ziel, systematisch die hochwasserbedingten nachteiligen Folgen für vier „Schutzgüter“ zu verringern: die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das Kulturerbe und die wirtschaftlichen Tätigkeiten. „Verringern“ heißt dabei nicht „verhindern“, denn dies wird nie vollständig möglich sein. Der Grundsatz des Hochwasserrisikomanagements lautet nicht: „Es soll trocken bleiben“, sondern: „Es soll möglichst wenig passieren“. Denn auch mit technischem Hochwasserschutz ist keine absolute Sicherheit möglich.

Mithilfe des Hochwasserrisikomanagements werden die Maßnahmen der verschiedenen Mitwirkenden systematisch geplant, koordiniert und umgesetzt. So entsteht ein abgestimmtes Konzept mit den Zielen:

  • neue Hochwasserrisiken von vornherein zu vermeiden
  • bestehende Risiken zu verringern
  • nach einem Hochwasser möglichst schnell Schäden zu beseitigen, um die gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen zu können und dabei gleichzeitig die Vorbereitung auf das nächste Hochwasser zu verbessern.

Die Bandbreite der Aufgaben reicht von der Flächenvorsorge über die Hochwasservorhersage des Landes bis hin zur Eigenvorsorge von Unternehmen und privaten Haushalten. Dabei übernehmen die Kommunen eine zentrale Rolle, unter anderem mit der Information vor Ort, der Krisenmanagementplanung und der Bauleitplanung.

Die Grundlage für jede dieser Maßnahmen ist gute Information. Mit den Hochwassergefahrenkarten und den daraus abgeleiteten Hochwasserrisikokarten sowie Leitfäden und Fortbildungsangeboten des Landes können alle Akteure – von der Kommune über den Landwirt bis zur Hausbesitzerin – die Risiken in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen einschätzen und verringern.

Hochwassergefahrenkarten

Die Hochwassergefahrenkarten werden vom Land Baden-Württemberg bereit gestellt und aktuell gehalten.

Kontakt

Dr. Alexander Land
Abteilung Grünflächen

07161 650-67010
E-Mail

Anschrift

Abteilung Grünflächen
Nördliche Ringstraße 35
73033 Göppingen