Neubau ZOB Göppingen
Bauherr
Stadt Göppingen, Hauptstraße 1, 73033 Göppingen, vertreten durch das Baudezernat, Fachbereich 6
Planung
Aktuell wird die Entwurfsplanung abgeschlossen (Leistungsphase 3), es gibt ein externes Planungsteam aus 5 Architektur- und Ingenieurbüros
Bauzeit
Frühjahr 2027 – Ende 2028 (nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des Interims-ZOB)
Kosten
Ca. 15,3 Mio. Euro brutto (Gesamtkosten inkl. Interims-ZOB ca. 16,79 Mio. Euro). Förderung nach LGVFG (Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) beantragt (in Aussicht gestellte Förderquote ca. 60 % der förderfähigen Kosten) sowie mögliche Mittel nach LukifG.
Beschreibung
Der aktuelle Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) entspricht nicht mehr den heutigen technischen Standards und stößt an seine Leistungsgrenzen. Im Zuge des Neubaus werden bestehende infrastrukturelle Defizite behoben und die Anlage umfassend modernisiert. Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf konsequenter Barrierefreiheit, erhöhter Sicherheit, Funktionalität und einer gesteigerten Aufenthaltsqualität für alle Fahrgäste und Verkehrsteilnehmer. Die neue Verkehrsanlage wird insgesamt 19 Bushhaltepunkte umfassen. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sind unter anderem eine Bedarfsampel für den Busverkehr, farblich klar abgesetzte Fußgängerquerungen sowie eine Geschwindigkeitsreduzierung in der Bahnhofstraße vorgesehen. Zudem wird im südlichen Bereich ein neues Servicegebäude mit einem barrierefreien Besucher-WC, ein WC für Busfahrerinnen und Busfahrer, sowie Technikraum errichtet.
FAQs zum ZOB und Interims-ZOB
Allgemeine Fragen
Warum wird der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) neu gebaut?
Der bestehende ZOB entspricht in vielen Bereichen nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen modernen öffentlichen Nahverkehr. Mit dem Neubau werden Barrierefreiheit, Sicherheit, Aufenthaltsqualität nachhaltig verbessert.
Der Neubau soll den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen, die Umsteigebeziehungen verbessern und den ZOB zukunftsfähig und modern gestalten.
Wann beginnen die Bauarbeiten und wie lange dauern sie?
Der Bau des Interims-ZOB „Am Fischbergele“ ist für Herbst 2026 vorgesehen. Nach dessen Inbetriebnahme beginnt der Rückbau des bestehenden ZOB und anschließend der Neubau. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund zwei Jahre betragen. Über den genauen Terminplan wird die Stadt regelmäßig informieren.
Interims-ZOB
Warum wird ein Interims-ZOB benötigt?
Damit der Busverkehr während der Bauzeit nahezu uneingeschränkt weiter betrieben werden kann.
Wo befindet sich der Interims-ZOB?
Der Interims-ZOB entsteht auf dem ehemaligen Pharma-Müller-Areal „Am Fischbergele“, etwa 250 m westlich des heutigen ZOB.
Wird der Busverkehr während der Bauzeit eingeschränkt?
Der Busverkehr bleibt grundsätzlich aufrechterhalten. Änderungen bei Haltestellen oder Linien sind notwendig und werden noch rechtzeitig bekannt gegeben.
Bleiben alle Busverbindungen und Linien bestehen?
Ja. Ziel ist es, das bestehende Angebot während der gesamten Bauzeit aufrechtzuerhalten. Während der Bauzeit kann es jedoch zu geänderten Haltepositionen oder kleineren Anpassungen kommen.
Wo halten die Busse während der Bauzeit?
Die Busse aus Richtung Westen halten am Interims-ZOB. Die Buslinien aus Osten halten in der Freihofstraße und am Bahnhofsvorplatz. Die City-Buslinien dienen zusätzlich als Zubringer zum Bahnhof und Interims-ZOB.
Ist der Interims-ZOB barrierefrei?
Da der Interims-ZOB nur für die Zeit des Neubaus des eigentlichen ZOB besteht, wird der Interims-ZOB nicht vollumfänglich barrierefrei. Es wird aber auch hier darauf geachtet, dass so viel wie möglich berücksichtigt wird.
Gibt es am Interims-ZOB Toiletten?
Ja, Toiletten werden in einem Toilettencontainer angeboten.
Gibt es am Interims-ZOB einen Kiosk oder Bäcker?
Ja, es ist vorgesehen, dass es einen mobilen Verkaufsstand gibt. Das genaue Angebot ist noch nicht bekannt.
Ausstattung des neuen ZOB
Welche Verbesserungen bietet der neue ZOB?
- barrierefreie Wege und Bussteige
- großzügige Überdachungen
- digitale Fahrgastinformationen, die auch vorgelesen werden können
- moderne LED Beleuchtung
- mehr Sitzmöglichkeiten
- Videoüberwachung in Planung
Wird der neue ZOB barrierefrei?
Ja. Die Barrierefreiheit ist ein zentraler Punkt des Neubaus. Am neuen ZOB sollen alle Menschen möglichst gut zurecht kommen, egal ob mit oder ohne Einschränkungen.
Gibt es öffentliche Toiletten?
Ja. Geplant ist eine moderne, selbstreinigende WC-Anlage mit einem barrierefreien Unisex-WC sowie einem separaten WC für das Fahrpersonal.
Wird es einen Kiosk oder Bäcker geben?
Ja, es wird ein Angebot geben. Was genau es geben wird, steht aber noch nicht fest.
Kann ich mein Fahrrad abstellen?
Ja, es wird möglich sein, mit dem Fahrrad zu kommen und es abstellen zu können.
Verkehr und Sicherheit
Wie wird für Sicherheit gesorgt?
Der neue ZOB erhält eine übersichtliche Wegeführung und eine moderne, helle LED-Beleuchtung. Ob und in welcher Form eine Videoüberwachung möglich ist, wird noch rechtlich geprüft. Die technische Umsetzbarkeit wird aber jetzt schon in der Planung berücksichtigt.
Wird der Fußverkehr verbessert?
Ja. Die Wegebeziehungen zwischen Bahnhof, Innenstadt und ZOB werden verbessert.
Werden E-Busse am ZOB geladen?
Nein. Das Laden der Busse erfolgt auf den Betriebshöfen der Verkehrsunternehmen.
Umwelt und Nachhaltigkeit
Werden neue Bäume gepflanzt?
Ja. Im Zuge der Neugestaltung werden neue Bäume und Grünflächen vorgesehen. Teile der bestehenden Bäume werden zugunsten der Wegeführung und Sicherheit gefällt.
Warum wird keine Photovoltaikanlage installiert?
Nach der vorliegenden Kostenkalkulation ist die geplante PV-Anlage wirtschaftlich nicht rentabel. Die Investitionskosten stehen in keinem angemessenen Verhältnis zu den zu erwartenden Einsparungen und Erträgen. Rechtlich stellt die geplante Überdachung kein Gebäude im Sinne der Landesbauordnung dar.
Wie wird Regenwasser berücksichtigt?
Die Entwässerung wird entsprechend den aktuellen technischen Anforderungen sowie unter Berücksichtigung von Starkregenereignissen geplant. Das Überdachungsbauwerk erhält eine Retentionsdachbegrünung zur Zwischenspeicherung und gedrosselten Ableitung von Niederschlagswasser. Die Pflasterflächen werden als wasserspeicherndes Klimapflaster ausgeführt, um die Rückhaltung von Oberflächenwasser zu fördern.
Kosten
Wie hoch sind die Gesamtkosten?
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich laut Kostenschätzung im Rahmen der Entwurfsplanung auf ca. 16,79 Millionen Euro
Erhält die Stadt Fördermittel?
Ja. Für den Neubau werden Fördermittel des Landes beantragt bzw. eingesetzt, diese belaufen sich auf ca. 6,7 Millionen Euro abhängig von den finalen Kosten des ZOB.
Auswirkungen auf Bürger
Welche Einschränkungen gibt es während der Bauzeit?
Wie bei jeder Baumaßnahme werden sich auch hier Einschränkungen nicht immer vermeiden lassen. Während der Bauarbeiten kann es zeitweise zu Verkehrsbehinderung sowie geänderten Wegeführungen kommen. Die Bürgerinnen und Bürger werden rechtzeitig darüber informiert.
Was passiert mit den Parkplätzen?
Die bisherigen Parkplätze „Am Fischbergele“ werden während der Bauzeit für den Interims-ZOB benötigt. Die Bewohnerparkplätze werden zum „Alten Zollamt“, in die Kanalstraße und die Schlossstraße verlegt. Ansonsten werden alle gebeten, auf die naheliegenden Parkhäuser auszuweichen. Das neue Parkleitsystem zeigt, wo es freie Parkplätze gibt.
Wo kann ich mich über den aktuellen Stand informieren?
Die Stadt Göppingen informiert regelmäßig über den Projektfortschritt, wichtige Termine und verkehrliche Änderungen hier in dieser Rubrik der Internetseite sowie über die anderen üblichen Informationskanäle.
Andere häufig gestellte Detailfragen
Warum wird der ZOB nicht einfach saniert?
Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Neubau langfristig wirtschaftlicher und funktionaler ist als eine Sanierung der bestehenden Anlage. Die Herstellung einer vollständigen Barrierefreiheit ist aufgrund der bestehenden baulichen und technischen Rahmenbedingungen nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand und technisch kaum oder gar nicht umsetzbar.
Warum wird das Projekt jetzt umgesetzt?
Der ZOB ist ein zentraler Baustein für einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr und wurde bereits im Rahmen eines Planungswettbewerbs vorbereitet. Im Sinne der Barrierefreiheit war der Umbau ebenfalls überfällig.
Wer wurde an der Planung beteiligt?
An der Planung wirken verschiedene Fachplanungsbüros, Verkehrsunternehmen, Behörden und Verbände sowie städtische Fachämter mit.
An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
Für Fragen zum Projekt steht die Stadt Göppingen als Ansprechpartner zur Verfügung. Bitte richten Sie Ihre Fragen und Anregungen an zob-info@goeppingen.de.